Schulweghelfer bekommen Geld

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Garching - Schulweghelfer in Garching erhalten seit Beginn dieses Schuljahrs eine Aufwandsentschädigung von 6,50 Euro je halber Stunde.

 Das hat Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) Anfang September in einer Eilentscheidung genehmigt und nun den Hauptausschuss des Stadtrats darüber in Kenntnis gesetzt. 

Die Kosten für die Kommune belaufen sich auf rund 12 000 Euro pro Jahr. Die Grundschulen hätten der Stadtverwaltung kurz vor Schuljahresbeginn mitgeteilt, dass sich zu wenige freiwillige Schulweghelfer gemeldet hätten, berichtete der Rathauschef. In der Folge habe man entschieden, fortan Geld für das bisherige Ehrenamt zu bezahlen

. „In den Nachbargemeinden gibt es einige, die das nur mit Ehrenamtlichen, also Eltern, schaffen“, sagte Gruchmann. „Es gibt aber genauso viele Beispiele, die zwischen fünf und zwölf Euro pro halber Stunde bezahlen.“ Diese Aufwandsentschädigung könne womöglich „den einen oder anderen Rentner motivieren“. Seit der Eilgenehmigung habe es drei Rückmeldungen gegeben. „Jetzt muss sich das halt noch rumsprechen“, argumentierte Gruchmann. 

In Garching und Hochbrück gibt es entlang der Schulwege zu den drei Grundschulen zehn Einsatzorte, an denen Schulweghelfer vorgesehen sind. Darunter ist seit diesem Schuljahr auch die Münchner Straße auf Höhe des Auwegs. Hier queren Kinder die einstige B11, die infolge der jüngsten Sprengeländerung nun in die Grundschule-West gehen. „Das war auch ein Versprechen von uns, dass es dort Schulweghelfer geben wird“, erinnerte der Rathauschef. 

In der Sache waren sich alle Ausschussmitglieder einig. Jedoch kritisierte Hans-Peter Adolf (Grüne) die Vorgehensweise: „Das man das als Eilhandlung macht, finde ich ein bisschen komisch. Wenn die Verwaltung beizeiten vernünftig gearbeitet hätte, hätte man rechtzeitig darüber abstimmen können.“ 

Dagegen argumentiert Joachim Krause (SPD): „Dass man nicht genügend Freiwillige findet, konnte ja keiner wissen.“ Von daher sei es „zu billig“, der Verwaltung hier Vorwürfe zu machen.

 Derweil konstatierte Alfons Kraft (BfG): „Freiwillig wird heutzutage offenbar nichts mehr gemacht.“ Er betonte, dass die genehmigte Aufwandsentschädigung deutlich über dem Niveau des Mindestlohns liege und schlug vor: „Mir wär’s recht, wenn die Leute sagen, wir nehmen’s in Empfang, spenden es danach aber der Schule.“

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