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„Fenster“ lautet das Jahresthema, das sich der neue Verein „KunstKompass München Nord“ für dieses Jahr vorgenommen hat. Kornelia Buchta hat das zu diesem Werk inspiriert, wobei die Garchingerin betont: „Es ist noch nicht fertig.“

Sieben für die Kunst

Künstler aus Garching und Umgebung haben einen eigenen Verein gegründet, den „KulturKompass München Nord“.

Von Patrik Stäbler

Garching – So groß die Freude heute bei der Gründungsfeier des neuen Vereins „KunstKompass München Nord“ auch sein wird – ein Schuss Wehmut dürfte ebenfalls dabei sein. Schließlich hätte man nur zu gerne die breite Öffentlichkeit zu dem Fest eingeladen, sagt die Vorsitzende Kornelia Buchta. Aber da die Gründungsfeier in den Privaträumen des „Pali Raum auf Zeit“ in Hochbrück stattfindet, können daran nur geladene Gäste teilnehmen.

Was einen direkt zu einem der Hauptgründe bringt, weshalb sich im vergangenen Jahr sieben Künstler zum „KunstKompass“ zusammengeschlossen haben: „Wir haben hier in Garching kaum Möglichkeiten, unsere Kunstwerke auszustellen“, sagt Kornelia Buchta. „Und jetzt wird auch noch das Bürgerhaus umgebaut.“ Von daher wollen die Künstler nun in der Region auf die Suche nach Ausstellungsorten gehen. „Und da hat man als Gruppe oder Verein viel bessere Chancen“, sagt die Vorsitzende. Wobei der „KunstKompass“ nicht nur gemeinsame Ausstellungen organisieren will, sondern auch Vorträge, Atelierbesuche, Museumstouren und Kunstkurse. „Wir wollen den Bürgern etwas bieten“, sagt Kornelia Buchta.

Die Garchingerin ist 2015 auf die Idee mit der Vereinsgründung gekommen – inspiriert durch die „Zukunftswerkstatt Arbeitskreis Künstlerinnen“ der Gleichstellungsstelle im Landkreis München. Diese Initiative hat das Ziel, Kunstschaffende in der Region besser zu vernetzen.

In der Anfangszeit habe sie sich der Künstlergruppe „artso“ in Ottobrunn angeschlossen, erzählt Kornelia Buchta. Doch auch der langen Fahrten wegen habe sie dann vor gut einem Jahr beschlossen, etwas Vergleichbares im Norden des Landkreises aufzubauen – „weil das hier noch gefehlt hat“. Also ging die Garchingerin per Zeitungsannonce auf die Suche nach Mitstreitern – und fand eine bunte Mischung aus studierten Künstlern und Autodidakten, aus Malerinnen, Textilarbeiterinnen, Grafikerinnen und sogar einem Schauspieler, Antonio Lomuscio, dem einzigen Mann in der inzwischen elfköpfigen Gruppe. „Wir sind offen für alle Arten von Kunst“, sagt die Garchingerin. „Und wir sind weiter auf der Suche nach Mitgliedern.“

Einmal pro Monat treffen sie sich zurzeit im Hochbrücker Haus der Vereine, um über Ausstellungsbewerbungen, Ausflüge und Projekte zu sprechen. Und natürlich über ihre Kunst. So haben sich die Vereinsmitglieder auf ein gemeinsames Thema geeinigt, dem sie sich im Laufe dieses Jahres künstlerisch annehmen werden. Es lautet: Fenster. Ein solches wird der „KunstKompass“ auch heute bei der Gründungsfeier in Hochbrück öffnen – und mittels einer Eröffnungsausstellung den Blick freigeben auf einige Werke seiner Künstler. Diese Schau wird im Anschluss für zwei weitere Tage zu sehen sein – auch das jedoch nur für geladene Gäste.

Sie gehören dazu:

Die sieben Gründungsmitglieder des Kunstvereins sind Kornelia Buchta, Isabella Barbagallo, Ursula Busch, Lilo Hehn, Lydia Heide, Marianne Jäntschi und Evi Paul. In den vergangenen Monaten haben sich zudem Astrid Künzner, Ruth von Gostomski, Davorka Azinovic und Antonio Lomuscio der Gruppe angeschlossen.

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