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So sollen die vier neuen Häuser im Mühlbach Quartett aussehen, wenn man von Südwesten darauf blickt. In den beiden Gebäuden vorne und links sind 15 Eigentumswohnungen geplant. In den anderen zwei Häusern sollen 16 Mietwohnungen entstehen.

Neues Bauprojekt in Garching

Ein Schnäppchen auf dem Mietmarkt

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Garching - Mietpreise um zehn Euro den Quadratmeter? Das ist im Landkreis München ein Schnäppchen. Umso größer dürfte der Ansturm auf die Wohnungen im „Mühlbach Quartett“ in Garching werden, für das die Stadt mit der Baugenossenschaft Ober- und Unterschleißheim kooperiert.

Eine einzige Zahl veranschaulicht den immensen Bedarf an erschwinglichem Wohnraum in Garching recht gut: 250. Genau so viele Bewerber haben sich vor zwei Jahren bei der Stadt gemeldet, weil sie eine Wohnung im sogenannten Mühlfeld Trio ergattern wollten. Grund hierfür waren die günstigen Mieten: Rund 9,50 Euro im Schnitt kostet hier der Quadratmeter. 

Hintergrund der vergleichsweise moderaten Preise war eine besondere Konstellation: Die Stadt Garching hatte der Baugenossenschaft Ober- und Unterschleißheim das Grundstück für die 32 Wohnungen am Professor-Angermair-Ring günstiger verkauft. Dafür bekam sie im Gegenzug das Belegungsrecht; zudem wurden Mieten vereinbart, die sich an der Kostenmiete orientieren. Für beide Seiten war dies offenbar ein lohnendes Geschäft – und so kommt es jetzt zur Neuauflage unter dem Namen „Mühlbach Quartett“. Diesmal sind es vier Häuser mit 31 Wohnungen, die an der Kreuzung zwischen Weidachstraße und der Straße Am Mühlbach entstehen. 15 von ihnen wird Baugenossenschaft am freien Markt verkaufen; die restlichen 16 werden zu Mietwohnungen, wobei die Stadt erneut das Belegungsrecht innehat. 

Die Mietpreise dieser Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen werden durchschnittlich bei rund 10,60 Euro liegen, schätzt Roland Graf, Vorstandsvorsitzender der Baugenossenschaft. „Es wird etwas teurer als beim ,Mühlfeld Trio’, weil Grundstückspreis und Baukosten diesmal höher sind.“ Dennoch liegen die Mieten immer noch weit unter dem, was man sonst in Garching bezahlt – zumal in dieser Lage. Daher geht die Stadt davon aus, dass erneut zahlreiche Bewerber vorstellig werden. Den Vorzug erhalten – wie schon im „Mühlfeld Trio“ – städtische Bedienstete sowie Beschäftigte in Kinderbetreuungs- und Pflegeeinrichtungen im Stadtgebiet, erklärt Harald Jakesch, Chef der Liegenschaftsverwaltung im Rathaus. Erst wenn ihr Bedarf gedeckt ist, kommen Bürger zum Zug, die aber mindestens seit fünf Jahren in Garching leben müssen. „Die Interessenten vom ,Mühlfeld Trio’ kommen automatisch wieder auf die Liste“, erklärt Jakesch. Sie würden demnächst von der Stadt angeschrieben und könnten sich dann erneut bewerben. 

Im Gegensatz zum vorherigen Mal müssen die Kandidaten diesmal ihr Einkommen angeben – auch das wird ein Auswahlkriterium sein. Derweil hat die Baugenossenschaft bereits acht der 15 Eigentumswohnungen vergeben – noch ehe der Bau überhaupt losgegangen ist. Seit Ende Februar rollen die Bagger auf dem Areal unweit des Gymnasiums. Die Fertigstellung ist laut der Baugenossenschaft für Ende 2017 anvisiert – „wir brauchen da einen kleinen Sicherheitszuschlag“, erklärt Roland Graf. Etwas optimistischer gibt sich Harald Jakesch von der Stadt: „Wir hoffen, dass die Wohnungen vielleicht schon Mitte 2017 bezugsfertig sind.“

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