Rund 672 000 Euro im Jahr kostet das

Stadtrat beschließt München-Bonus

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Nun ist es also eingetütet: Die Stadt Garching bezahlt ihren Angestellten die sogenannte Großraumzulage. Doch auch Pädagogen in Betreuungseinrichtungen in freier Trägerschaft profitieren.

Garching – Die Stadt Garching zahlt ihren Tarifbeschäftigten und Nachwuchskräften, aber auch dem Pädagogen der neun Betreuungseinrichtungen von freien Trägern die sogenannte Großraumzulage. „Wir müssen das aus Fürsorgegründen machen, aber auch, um die Beschäftigten bei uns zu halten“, sagte Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD). Insgesamt kostet die Zulage rund 672 000 Euro im Jahr mehr.

Bereits seit 2007 zahlt die Stadt ihren Beschäftigten sowie denen der Stadtwerke eine „Ballungsraumzulage“. Bis zur Entgeltgruppe 9b erhielt jeder monatlich 126,62 Euro, Auszubildende 63,30 Euro, für jedes Kind wurden 33,77 Euro überwiesen. Im Jahr 2018 wurde diese Zulage um 50 Prozent erhöht und damit an das Niveau der „München-Zulage“ angepasst, die damals noch ausschließlich von der Landeshauptstadt gewährt wurde. Im Juni 2019 erhöhte der Münchner Stadtrat die Zulage erneut: Jeder Mitarbeiter bis 9b erhält seit 1. Januar 270 Euro, Auszubildende und Studierende bekommen 140 Euro, der Kinderbetrag beträgt 50 Euro je Kind. Alle anderen Tarifbeschäftigten bekommen einen Grundbetrag von 135 Euro monatlich plus 25 Euro für jedes Kind.

Deutlicher finanzieller Mehraufwand für Stadt

Da mittlerweile fast alle Kommunen im Landkreis, ebenso wie die Landkreise Erding, Freising und Dachau ihre Zulage, die nun „Großraumzulage“ heißt, auf das Münchener Niveau angehoben haben, halten Verwaltung sowie Personalvertretung der Stadt Garching die Einführung der erweiterten Fürsorgeleistung für unabdingbar, um künftig im Arbeitsmarkt im Großraum München bestehen zu können. Nur so könne man das vorhandene Personal binden und weiterhin qualifiziertes Personal finden, heißt es von Seiten der Stadt. Die jährlichen Mehraufwendungen für eine Großraumzulage gegenüber der Ballungsraumzulage betragen 372 000 Euro.

Zudem wird die Stadt auch den 80 Mitarbeitern der freigemeinnützigen Träger im Stadtgebiet die Zulage bezahlen. Zum einen gewähren diese Träger nach eigenen Angaben bislang nicht die Ballungsraumzulage, sodass die Diskrepanz zu den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen noch höher wäre. Würde die Stadt das nicht gewähren, bestehe zudem die Gefahr, dass Beschäftigte aus diesen Einrichtungen abgeworben werden, was zwangsläufig zu einer Verminderung der Betreuungsplätze in diesen Einrichtungen führen würde. Diese Plätze müsste die Stadt dann neu schaffen, da sie und nicht der Träger den Rechtsanspruch der Eltern erfüllen müsse. Die Kosten für dieses Personal belaufen sich auf 300 475 Euro. Damit die Stadt die Zulage an die Träger ausschüttet, muss gewährleistet sein, dass diese sie auch tatsächlich an das pädagogische Personal weiterleiten.

Der Stadtrat genehmigte die Zuschüsse einstimmig.

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Rubriklistenbild: © dpa / Daniel Reinhardt

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