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Dort soll es hin: Das Haus entsteht neben dem bereits angelegten, neuen Fußballplatz.   

Stadtrat Garching stimmt Gebäude für Hochbrücker Fußballer zu

Grünes Licht fürs FC-Haus

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Endlich grünes Licht: Nach der Kostenexplosion stand es schlecht um eine Zustimmung für das Gebäude am neuen Fußballplatz Hochbrück. Nun konnte die Summe aber mehr als halbiert werden.

Hochbrück – Die Fußballer des FC Hochbrück warten nach fünf Spieltagen in der Kreisklasse 2 immer noch auf ihren ersten Punktgewinn. Im Garchinger Stadtrat dagegen hat der Club aus dem Ortsteil nun einen immens wichtigen Sieg gelandet: Mit großer Mehrheit stimmte das Gremium für die Errichtung eines sogenannten Infrastrukturgebäudes am neuen Sportplatz an der Ingolstädter Straße – und das, obwohl die Baukosten weit über der einst anvisierten Summe liegen.

Vorausgegangen waren zwei öffentliche Ausschreibungen des Gebäudes, das neben Umkleiden und Duschen auch eine Garage und einen gut 50 Quadratmeter großen Vereinsraum samt Küche vorsieht. Doch in beiden Runden meldete sich kein einziger Interessent, worauf die Stadt das Projekt beschränkt ausschrieb, also sich direkt an vier Betriebe wendete. Einer davon, eine Firma aus Südtirol, reichte daraufhin ein Angebot für einen hochwertigen Holzbau ein. Der Haken: Statt der im März 2016 anvisierten Summe von 345 000 Euro lagen die Schätzkosten plötzlich bei 1,1 Millionen Euro.

In der Folge setzten sich Stadtverwaltung und Vertreter der Firma zusammen, um Einsparmöglichkeiten auszuloten. Unter anderem planten sie das Gebäude kleiner und niedriger, verzichteten auf die Terrassenüberdachung und griffen auf Fertigfundamentteile zurück, die noch von den Ausweichcontainern des Garchinger Gymnasiums vorrätig sind. So konnte der Angebotspreis bis auf 470 000 Euro gedrückt werden; dazu kommen noch Eigenleistungen in Höhe von rund 50 000 Euro, bei denen sich der Club einbringen soll.

„Es gibt die Erwartungshaltung vonseiten des Vereins, der jetzt den Sportbetrieb aufnehmen und seine Jugendabteilung aufbauen will“, warb Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) für das Angebot. Überdies betonte er: „Der Markt bei Handwerkern ist wie leergefegt. Das ist jetzt unsere einzige Chance, und der Preis pro Quadratmeter ist akzeptabel.“

Zwar gab es einzelne Stimmen im Stadtrat, die das anders sahen – unter anderen von den Grünen und von Alfons Kraft (BfG). Doch letztlich votierten 19 der 24 Anwesenden dafür, das Angebot anzunehmen und die zusätzlich benötigten Geldmittel freizugeben. Nachdem der neue Fußballplatz an der Ingolstädter Straße bereits angelegt ist, soll nun mit den Vorbereitungen für das Infrastrukturgebäude begonnen werden. Dieses könne voraussichtlich im kommenden Frühjahr aufgebaut werden, so Gruchmann. „Wir sind natürlich sehr erleichtert, dass das jetzt beschlossen wurde“, sagt Richard Plonner, Vorsitzender des FC Hochbrück, erfreut. „Das Ganze hat ja lange genug gedauert.“

Der Club-Chef hofft nun darauf, dass bereits in der Rückrunde der laufenden Saison, also ab März 2018, die ersten Punktspiele auf dem neuen Platz ausgetragen werden können. Ein offizielles Einweihungsfest soll um Pfingsten folgen und im Rahmen des 70-jährigen Bestehen des Vereins stattfinden.

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