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Abstufen will die Stadt Garching ihr Ortsdurchfahrt. Die B11 heißt jetzt Staatsstraße 2350, und wenn es nach den Garchingern geht, wird eine Gemeindestraße daraus.

Frühere B11

Tempo 30 und Lkw-Verbot in der Ortsdurchfahrt Garching

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Garching - Die Bundesstraße11 durch Garching Richtung Freising und München heißt seit Jahresbeginn Staatsstraße 2350 und obliegt dem Land, nicht mehr dem Bund. Ginge es nach der Stadt Garching, soll sie noch weiter abgestuft werden. Das Ziel: ein Lkw-Verbot und Tempo 30 im Ort.

Wenn im Verkehrsfunk von einem Stau oder einem Blitzer auf der Staatsstraße 2350 die Rede ist, dann werden wohl nur die wenigsten Autofahrer in und um Garching aufhorchen – zu unrecht. Denn hinter dem Kürzel verbirgt sich die einstige B 11, die sich von Norden aus Dietersheim durch den Ort und bis nach München zieht. Zum Jahresbeginn ist diese Straße zwischen der Autobahnauffahrt Moosburg-Nord und München zur Staatsstraße abgestuft worden.

Die Begründung vonseiten des Bundes: Weil mit der A 92, der B 301 und der B 11 gleich drei Bundesfernstraßen in einem relativ schmalen Korridor verlaufen, brauche man letztere nicht mehr als Bundesstraße vorhalten. Da die B11 in einem guten Zustand übergeben werden sollte, gab es dort in den vergangenen Jahren umfangreiche Sanierungsarbeiten – 2013 im Ortsgebiet von Garching, Ende 2015 zwischen Dietersheim und Garching. 

Abstufung zur Gemeindestraße

Nun ist seit 1. Januar das Land Bayern zuständig für die Staatsstraße 2350. und abgesehen vom Namen (und dem Verkehrsfunk) ändert sich für die Autofahrer nichts. Noch nichts. Denn mittelfristig arbeitet die Stadt Garching darauf hin, dass die Straße im Ortsgebiet abermals abgestuft wird – erst zur Kreisstraße und schließlich zur Gemeindestraße. 

Einen entsprechenden Antrag habe man schon gestellt, berichtet Bauamtsleiter Klaus Zettl. Jedoch werde das noch einige Zeit dauern, räumte Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) ein, der bei der Bürgerversammlung von „Zukunftsmusik“ sprach. Das Ziel der Stadt ist jedoch klar: Sobald die frühere B11 im Ortsgebiet zur Gemeindestraße abgestuft ist, hat die Kommune dort die verkehrsrechtliche Entscheidungshoheit. „Wir könnten zum Beispiel den Lkw-Verkehr aus dem Ort verbannen“, sagte Gruchmann bei der Versammlung im Bürgerhaus. Und in Hochbrück räsonierte der Rathauschef über die Möglichkeit einer durchgehenden Tempo-30-Begrenzung in Garching.

Bis es so weit kommt, muss die Stadt freilich noch einige Überzeugungsarbeit leisten. Schließlich darf das Land nicht einfach eine Straße abstufen, ohne dabei das gesamte Straßennetz im Auge zu haben.

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