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„Magie, Licht und Farbe“: Bei der Vernissage stellen Anni Kammerlander (Refugio), Milka Tisma (Mitte) und Musiker Vando Oliveira die Bilder vor.

Benefizaktion in der Stadtbücherei Garching

Milka Tisma verkauft Bilder aus den Favelas

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Milka Tisma stammt aus Jugoslawien, sagt von sich selbst, sie sei „ein Kriegskind“, und: „Ich habe Armut erlebt.“ Aber das, was sie bei ihrem ersten Brasilien-Urlaub 1988 in den Favelas von Salvador da Bahia sieht, das sei eine andere Dimension von Armut gewesen.

„Die Straßenkinder, die dort in Hütten aus Kartons leben, ohne Wasser und Strom – das war schon extrem“, erinnert sich die heute 71-Jährige. Seit damals ist Milka Tisma jedes Jahr mindestens einmal in die Millionenmetropole zurückgekehrt und hat versucht zu helfen. Sie hat sich angefreundet mit mehreren Frauen, die zu ihren „Patentöchtern“ wurden, wie sie das nennt.

 Diese Brasilianerinnen hat sie jahrelang unterstützt auf dem Weg in ein besseres Leben. Außerdem hat Milka Tisma immer wieder Bilder gekauft von Künstlern, die in den Favelas leben. Es sind meist bunte Bilder, fröhliche Bilder, die nun ihren Weg in die Garchinger Stadtbücherei gefunden haben. Bis zum 8. September sind sie dort im Rahmen der Ausstellung „Magie, Licht und Farbe“ zu sehen. Wobei die Besucher die Bilder der Favela-Künstler nicht nur bewundern, sondern auch kaufen sollen. 

Der Erlös geht dabei an Refugio München, ein Beratungs- und Behandlungszentrum für Flüchtlinge und Folteropfer. Schon bei der Vernissage seien etliche Werke verkauft worden, berichtet Büchereileiterin Gabriele Malek. Die Bilder werden bis zum Ausstellungsende in der Bibliothek bleiben; danach können die neuen Besitzer sie mit nach Hause nehmen. Die Vernissage kam bei den Garchingern schon mal gut an: Rund 70 Besucher erschienen in der Stadtbücherei – auch, um den brasilianischen Musiker Vando Oliveira zu hören. „Es wurde sogar getanzt“, berichtet Leiterin Gabriele Malek, „und das kommt bei uns eher selten vor.“ 

Der Kontakt zu Milka Tisma, die ähnliche Ausstellungen bereits in ihrem Wohnort München organisiert hat, sei vor einigen Jahren entstanden, erzählt Malek. Schließlich pflegt die ehemalige Psychotherapeutin eine besondere Beziehung zu Garching: Ihr Mann Reinhard Tisma, der inzwischen ebenfalls im Ruhestand ist, hat früher am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik auf dem Forschungsgelände gearbeitet.

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