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Eine Engstelle, die Hoffnungen weckt: Nach der Kreuzung mit der Freisinger Straße, Richtung Asch heim, rückt die Bebauung an beiden Seiten so eng an die B 471 heran, dass ein Ausbau eventuell nur mit einer Tieferlegung der Straße in einen Trog möglich ist. Dann wäre Ismaning seiner Vorstellung von optimalem Lärmschutz näher. 

Ausbau der B 471

Tiefergelegt durchs Nadelöhr bei Ismaning

Ismaning - Im Verfahren für einen vierspurigen Ausbau der B 471 will die Gemeinde Ismaning zum Lärmschutz unbedingt die Tieferlegung der Straße erreichen. Ein Nadelöhr am Gewerbegebiet Lenzenfleck dient als Argument: 

Dort reicht die Bebauung beidseits so dicht an die B 471 heran, dass eine Tieferlegung die einzige Möglichkeit für den Ausbau sein könnte.

Die Gemeinde Ismaning hat nur noch eine Entwicklungsoption: Sie kann die Wohnbebauung Richtung Nordosten ausdehnen, bis heran an die B 471 (Aschheimer Straße), die als Grenze dient zur erhaltenswerten Natur mit den landwirtschaftlichen Flächen. Der im Bundesverkehrswegeplan vorgesehene Ausbau der Straße auf vier Spuren, verbunden mit einem weiter steigenden Verkehrsaufkommen, würde die Zukunftsplanungen rund um die Aschheimer Straße erheblich tangieren. Entweder wären die Wohngebiete von Beginn an unattraktiv, oder aufwändige Lärmschutzmaßnahmen wären nötig. Damit könnte eine Tieferlegung der Trasse von Ismaning Richtung Aschheim etwa in einen Trog näher rücken. Denn an den Kosten müsste sich dann auch der Bund beteiligen. Das hat auch Landrat Christoph Göbel bei der Bürgerversammlung angedeutet.

Bebauung rückt dicht an die Straße heran

Aber auch die Engstelle am Gewerbegebiet Am Lenzenfleck spielt den Ismaningern mit ihren Träumen von der Tieferlegung in die Karten. Nach der großen Kreuzung mit der Freisinger Straße weiter Richtung Aschheim, rückt die Bebauung im Bereich des Gewerbegebiets am Lenzenfleck an beiden Seiten nahe bis an die B 471 heran. Bei einem Ausbau der B 471 müssten in diese Engstelle aber auch noch meterhohe Lärmschutzwände zum Schutz der bestehenden Bebauung gepresst werden. Eine Verbreiterung auf vier Spuren ist hier möglicherweise nur realisierbar, wenn die Straße tiefer gelegt wird.

„Diese Engstelle sehe ich auch“, sagt Ismanings Bürgermeister Alexander Greulich. Er verweist auch darauf, dass die bestehende Zufahrt zum Gewerbegebiet Am Lenzenfleck für den Bereich unverzichtbar sei. „Dieser Bereich wird eine sehr verzwickte Aufgabe für die Planer“,, sagt der Bürgermeister. „Der vierspurige Ausbau ist über das Stadium des Referentenentwurfes hinaus, deshalb wird man mit Hochdruck an den Plänen arbeiten.“ Der Gemeinde Ismaning liege aber noch kein Entwurf vor, wie die Straße verbreitert aussehen könne. „Wir haben mehrfach unsere Gesprächsbereitschaft signalisiert“, sagt Greulich. Er muss sich von den nächsten offiziellen Schritten überraschen lassen, rechnet aber auf absehbare Zeit mit Bewegung: „Der Bundesverkehrswegeplan hat zwar lange Laufzeiten, aber die B 471 ist bei den Prioritäten dabei.“

Brücke über die Isar muss erneuert werden

Über den Kopf Ismanings hinweg kann gar nichts passieren. Der vierspurige Ausbau erfordert ein Planfeststellungsverfahren, bei dem dann Garching und Ismaning beteiligt werden müssen. Zu lösen ist neben der Neuordnung an zwei Kreuzungen südlich von Garching und nördlich von Ismaning auch der Neubau der Isarbrücke zwischen den beiden Nachbarkommunen. 2012 ist der geplante Brückenneubau daran gescheitert, dass die Straßenbauer monatelang die B 471 sperren wollten und damit einen massiven Protest in Garching und Ismaning ausgelöst haben. Wann ein neuer Anlauf für den Brückenbau ansteht, ist offen. Anvisiert wurde der Neubau der Brücke für die Jahre 2017 und 2018. Den beiden Anliegern Garching und Ismaning liegen derzeit aber keine Informationen vor, wann diese Maßnahme erfolgen soll. Realistisch ist dann, dass der vierspurige Ausbau gleich zusammen mit der Brückenerneuerung angepackt wird. Wenn es nach den Ismaningern geht, in einer Trog-Variante entlang der gesamten Gemeinde.

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