Auf dem Garchinger TU Campus ist es zu einem Umwelt-Unfall gekommen. Mehrere tausend Liter Kerosin sind im Grundwasser versickert. Die Ursache und die Folgen sind noch unklar.
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Auf dem Garchinger TU Campus ist es zu einem Umwelt-Unfall gekommen. Mehrere tausend Liter Kerosin sind im Grundwasser versickert. Die Ursache und die Folgen sind noch unklar.

Leck am Tank erst zwei Tage später entdeckt

Umwelt-Unfall auf TU-Campus: Mehrere tausend Liter Kerosin laufen möglicherweise ins Grundwasser

  • Max Wochinger
    VonMax Wochinger
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  • Patricia Kania
    Patricia Kania
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Auf dem Campus in Garching ist es zu einem größeren Unfall gekommen. Kerosin ist ausgelaufen und möglicherweise im Grundwasser versickert. Die Kripo ermittelt.

Update vom 21. Juli, 18 Uhr: Kerosin ins Grundwasser gesickert

Das auf dem Forschungscampus in Garching ausgetretene Kerosin ist in Boden und Grundwasser geflossen. Das bestätigte am Mittwochnachmittag das Wasserwirtschaftsamt. Hier geht es zum ganzen Artikel.

Garching - Nach ersten Informationen des Münchner Merkur muss das Leck an einer defekten Kerosinpumpe an der Fakultät für Maschinenwesen an der Boltzmannstraße am Samstag entstanden sein. Doch erst am Montag hätten Mitarbeiter bemerkt, dass der gesamte Kerosintank leergelaufen ist.

Nach Informationen der TU und des Wasserwirtschaftsamts ist das Kerosin an einer defekten Pumpe ausgelaufen. Die Pumpe befindet sich in einem Nebengebäude der Fakultät für Maschinenwesen, auf der Südseite des Forschungsgeländes. Eine Fremdfirma arbeitete bereits vergangene Woche an der Pumpe, sagte TU-Sprecher Andreas Battenberg. Die Firma hatte Teile erneuert.

Am Montag entdeckte ein TU-Mitarbeiter das Leck

Am Montag entdeckte ein TU-Mitarbeiter das Leck. Die Fremdfirma stoppte den Austritt. „Eine Menge von 5000 Litern steht im Raum“, sagte Christian Leeb vom Wasserwirtschaftsamt, einer Behörde der Regierung von Oberbayern. Bestätigen konnte Leeb die Menge an ausgelaufenem Kerosin noch nicht.

Unklar ist zudem, ob der Schadstoff ins Grundwasser gelangte oder im Gebäude blieb. Morgen soll es eine Bohrung auf dem Gelände geben. „Es ist nicht auszuschließen, dass das Kerosin ins Grundwasser gelaufen ist“, sagte Leeb. Das Grundwasser fließe hier nur vier Meter unter dem Gelände.

Sollte das Kerosin ins Grundwasser gelangt sein, könnte es in die Isar fließen

Sollte das Kerosin ins Grundwasser gelangt sein, könnte das kontaminierte Wasser in die Isar fließen. Möglicherweise könnte das Schadstoff-Wasser aber noch vor Eintritt in die Isar abgepumpt werden: Das Grundwasser bewege sich nur rund 50 Meter pro Tag, so Leeb. „Ein wesentlicher Austrag könnte so verhindert werden“, sagte der Wasserexperte.

Wasserwirtschaftsamt wurde erst am Dienstagnachmittag alarmiert

Das Wasserwirtschaftsamt wurde erst am Dienstagnachmittag alarmiert. Im Regelfall werden bei Unfällen dieser Art Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt sofort benachrichtigt. Warum diesmal die Meldekette derart langsam war, kann sich auch die Pressestelle der Universität nicht erklären.

Derzeit ermittelt die Kripo, das Landratsamt des Landkreises München, Wasserwirtschaftsamt, Staatliche Bauamt, ein Ingenieurbüro und die Werksfeuer der TU. Sie versuchen herauszufinden, wie es zu dem Unfall kam.

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