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Ansturm bei Heimspielen des FC Bayern: Die Stadträte wollen in Garching und Hochbrück an diesen Tagen die Jagd auf Parksünder verstärken. 

Garching will Parkchaos lindern

Vorsicht, Allianz-Arena-Besucher! Fans drohen Strafzettel

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Die Stadt Garching wehrt sich gegen Falschparker und setzt verstärkt ihre Verkehrsüberwachung ein

Garching– Wenn der FC Bayern München künftig Heimspiele in der Allianz Arena bestreitet, wird im nahen Garching die Jagd auf Parksünder verstärkt. Wie der Hauptausschuss im Stadtrat einstimmig beschlossen hat, sollen jeweils zwei Stunden vor Anpfiff und bis zum Spielende zwei Mitarbeiter der kommunalen Verkehrsüberwachung im Ortsgebiet ihre Runden drehen.

Damit will die Stadt das Parkchaos lindern, das regelmäßig über Garching hereinbricht, wenn auswärtige Fußballfans ihre Autos hier abstellen, um mit der U-Bahn ins Stadion zu fahren.

Hintergrund des Beschlusses ist ein Antrag der CSU-Fraktion, der sich nicht nur mit der Parksituation bei Fußballspielen beschäftigt hat, sondern auch mit unsicheren Örtlichkeiten und Problemstellen in der Stadt. Vorausgegangen war ein Nachtspaziergang von CSU-Fraktionschef Jürgen Ascherl, bei dem Bürger ihre Sorgen schildern konnten.

Diese betrafen unter anderem defekte oder zugewachsene Straßenlampen, die aber im Besitz des Bayernwerks seien, wie Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) im Ausschuss betonte. „Die dürfen wir nicht mal anlangen, um sie zu putzen. In der Fußgängerzone waren die Lampen ein Jahr lang dreckig, und wir konnten nichts machen – bis sich das Bayernwerk endlich drum gekümmert hat.“

Weitere Beschwerden betrafen herumliegendes Laub sowie zwei Kreuzungen in Garching. Zum einen ging es dabei um den Zebrastreifen am nördlichen Ende des Angerlwegs, wo es laut mehrerer Bürger regelmäßig zu kritischen Situationen komme, so der CSU-Antrag.

Autofahrer missachten Rot

Dies konnte die Stadtverwaltung nach Rücksprache mit den dortigen Schulweghelfern jedoch nicht bestätigen, weshalb sie hier keinen Handlungsbedarf erkannte. Dennoch beharrte Jürgen Ascherl darauf, auch noch die Meinung des Garchinger Kontaktbeamten bei der Polizei einzuholen, was die Stadtverwaltung zusicherte.

Zweitens war der CSU-Antrag auf den Hinweis einer Bürgerin eingegangen, wonach Autofahrer, die vom Auweg nach rechts auf die Münchner Straße abbiegen, dort regelmäßig über die rote Ampel fahren, da sie diese übersehen. In der Tat hätten ihm Schulweghelfer dieses Problem bestätigt, berichtete der zuständige Rathausmitarbeiter Claus Jakob. Nun wolle man mit Polizei und Landratsamt eine Lösung finden.

Hinsichtlich der verstärkten Parkkontrollen bei Heimspielen des FC Bayern herrschte breiter Konsens im Ausschuss. Derzeit ist die kommunale Verkehrsüberwachung in Garching an 120 Stunden je Monat im Einsatz, wovon allein 40 Stunden auf den Business Campus entfallen, der hierfür die Kosten trägt.

Im kommunalen Haushalt sind für die Parküberwachung 152 000 Euro veranschlagt; die nun beschlossene Ausweitung bei Fußballspielen wird geschätzte 6000 Euro kosten.

Kratzl will längere Kurzparkzone

Unterdessen sprach sich Walter Kratzl (Grüne) dafür aus, die Dauer der Kurzparkzonen in Garching auf bis zu 22 Uhr auszuweiten. Derzeit dürfen Autos an den entsprechenden Plätzen zwei Stunden lang von 8 bis 20 Uhr abgestellt werden. Dies sei jedoch nicht ausreichend, wenn man an Champions-League-Spiele denke, so Walter Kratzl, die erst um 20.45 Uhr angepfiffen werden.

Demgegenüber argumentierte Bürgermeister Gruchmann: „Das trifft dann aber auch jene Bürger aus Süd-Garching, die abends zum Beispiel zum Essen zum Neuwirt gehen.“ Sollten die Grünen jedoch einen entsprechenden Antrag einreichen, „dann muss man das natürlich prüfen“, so der Bürgermeister.

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