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In Containern werden die Kinder vorübergehend untergebracht.

Viel schlimmer als erwartet

Wasserschaden spielt Nachbarskindern übel mit

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Bitter: Schon zum dritten Mal müssen die Nachbarskinder bald umziehen. Denn der Wasserschaden in ihren ursprünglichen Räumen ist viel schlimmer als gedacht. Nicht das einzige Problem.

Garching – Hinter den Nachbarskindern der Nachbarschaftshilfe Garching liegt eine regelrechte Odyssee – und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Auslöser von bereits zwei, bald schon drei Umzügen ist ein Wasserschaden in den Räumen der Einrichtung im Keller des Seniorentreffs in der Mühlgasse. Hier, wo einst ein städtischer Kindergarten war, ist die Krippe mit ihren 20 Plätzen und den sechs Mitarbeiterinnen seit 2005 beheimatet.

Infolge des Wasserschadens mussten die Nachbarskinder zu Beginn dieses Betreuungsjahres im September umziehen, wodurch sich die maximale Kapazität gemäß Betriebserlaubnis des Landratsamts auf 15 Kinder reduzierte. Erstes Ausweichquartier waren die Container der Diakonie im Norden von Garching. Sie wurden aufgestellt, da sich der Baubeginn des Kinderhauses Untere Straßäcker verzögert hatte. Weil die Container anfangs noch nicht voll belegt waren, konnten die Nachbarskinder dort unterkommen. Aber nur bis Ende Oktober, bis zum zweiten Umzug.

Seither sind die Nachbarskinder im Mehrzweckraum des AWO-Kinderhauses Regenbogenvilla im Kreuzeckweg untergebracht; dort können sie die Sanitärräume einer anderen AWO-Krippengruppe sowie Küche, Flur und Garten der Einrichtung mitnutzen.

„Alle Beteiligten zeigen sich in dieser provisorischen Situation jederzeit sehr solidarisch und kooperativ“, heißt es in einer Sitzungsvorlage des Hauptausschusses im Stadtrat, der sich nun mit dem Thema befasst hat. Denn nachdem man anfangs noch von einem geringen Wasserschaden im Keller des Seniorentreffs ausging, rechnet die Stadt inzwischen mit einer „zeit- und kostenintensiven Sanierungsmaßnahme“. Wie folgenschwer diese ist, soll in der Bauausschusssitzung im März erörtert werden; dann will die Stadtverwaltung auch die Ergebnisse eines Luft- sowie eines Baugutachtens vorstellen. Schon jetzt steht aber fest: „Eine Rückführung der Kinderkrippe zum 1. September 2018 ist unrealistisch.“ Und ob in den Räumen überhaupt noch mal eine Krippe einziehen kann, bewertet die Stadtverwaltung als „äußerst kritisch“.

Von daher hat der Hauptausschuss jetzt einstimmig beschlossen, die Nachbarskinder zum neuen Betreuungsjahr im September wieder in die Diakonie-Container am Unteren Straßäcker zu verlegen. Diese werden frei, da die Gruppen von dort in das neu gebaute Kinderhaus nebenan umziehen. Die Container können freilich nur eine Interimslösung sein, wie es in der Sitzungsvorlage heißt: „Über den zukünftigen, dauerhaften Standort für die Krippe der Nachbarschaftshilfe muss zu einem gesonderten Zeitpunkt entschieden werden“. Die Kinder – aber auch deren Eltern und die Mitarbeiter – sollten also weiterhin offen für Neues sein.

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