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Carolin Köbis vom „Flamm‘s“ hat mehr als 200 Unterschriften gesammelt.

Unterschriftensammlung am Garchinger Christkindlmarkt

Protest am Glühweinstand

Garching – Samstagabend auf dem Garchinger Christkindlmarkt, vor der Bude des „Flamm’s“ am Bürgerplatz hat sich eine Schlange gebildet, die einen wollen Bratwürste, die anderen heißen Glühwein. Doch um Punkt 20 Uhr muss Carolin Köbis die Wartenden abwimmeln, darauf habe sie ein Security-Mann nachdrücklich hingewiesen, erzählt die Chefin des Garchinger Cafés, die seit Jahren beim Christkindlmarkt mitmacht. „Dabei hätten viele Leute gerne noch was gegessen. Es war gerade richtig gemütlich.“

Geht es nach Carolin Köbis, dann ist künftig nicht mehr um 20 Uhr Schluss, sondern Freitag und Samstag erst um 22 Uhr. „Viele Besucher kommen ja erst am Abend“, sagt sie. „Für die lohnt es sich kaum, wenn sie um 20 Uhr schon wieder nach Hause gehen müssen.“ Für ihr Anliegen hat Carolin Köbis beim Christkindlmarkt Unterschriften gesammelt; insgesamt sind fast 200 zusammen gekommen. Die Listen hat sie mittlerweile im Rathaus abgegeben, wo Kulturreferent Wolfgang Windisch ankündigt, das Ansinnen zu prüfen: „Wenn das der gemeinsame Wille der Standbetreiber und der Bevölkerung ist, dann sind wir gerne bereit, uns da zu bewegen.“

Mehr als 200 Unterschriften gesammelt

Alldieweil ist der Kulturreferent mit dem diesjährigen Christkindlmarkt recht zufrieden. Erstmals seit Jahren fand die Veranstaltung am ersten Adventswochenende statt, was im Vorfeld für reichlich Diskussionen gesorgt hatte. Schließlich hatte die Frauen Union geklagt, dass diese Vorverlegung der städtischen Veranstaltung zum Aus ihres Christkindlmarkts im Römerhof geführt habe. Für den Markt am Bürgerplatz habe sich durch den neuen Termin kaum etwas geändert, sagt Wolfgang Windisch. Allein beim parallelen Kunsthandwerkermarkt im Bürgerhaus habe es deswegen etwa zehn Stände weniger gegeben. „Da müssen wir uns jetzt noch ein paar neue Aussteller suchen“, sagt der Kulturreferent. „Aber das wird sich einpendeln.“

Beim Christkindlmarkt auf dem Bürgerplatz dagegen sei die Zahl der Buden im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleich geblieben. Der Besucherandrang an den drei Tagen lag indes deutlich höher, was jedoch vor allem am Wetter lag. Denn obgleich auch heuer keine Flocke vom Himmel fiel, gab es diesmal wenigstens keinen Regen – anders als 2015. Eine Premiere auf dem Christkindlmarkt feierte dieses Jahr die künstliche Eisstockbahn, die von den Schützen des EC Garching betreut und laut Windisch „sehr gut angenommen“ wurde.

Ob die Stadt nun in einem nächsten Schritt gar eine künstliche Eislaufbahn aufstellen wird, mit der Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) bereits geliebäugelt hat, müsse man jedoch erst mal abwarten, sagt der Kulturreferent. „Das ist wahnsinnig teuer, da ist man schnell mit 60 000 bis 90 000 Euro dabei. Und dann ist da natürlich auch noch die ökologische Frage.“ Wobei Wolfgang Windisch klarstellt: „Letztlich ist das eine Entscheidung, die die Politik treffen muss.“

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