Garching setzt Sicherheitsdienst ein

Garching - Die U-Bahn ist in vieler Hinsicht ein Segen für Garching, in mancher aber auch ein Fluch. Die U 6 bringt mehr Vandalismus und Lärm in den Alltag der Stadt.

Dem entgegnet die Stadt nun mit der Beauftragung eines privaten Sicherheitsdienstes – vorerst für einen Monat.

Schon nach den Klagen in der Jahreshauptversammlung des VfR Garching über Probleme mit Jugendlichen (wir berichteten) hatte die Stadt erklärt, dass Überlegungen bezüglich eines privaten Sicherheitsdienstes angestellt werden. Annette Knott, die Referentin von Bürgermeisterin Hannelore Gabor, erläuterte aber, dass der Verwaltungsvorschlag nicht wegen eines Falles kam. Siegmar Trier erklärte den Mitgliedern des Hauptausschusses, dass sich die Sicherheitslage in Garching nicht groß verändert habe. Jedoch hätten nächtliche Lärmbelästigungen und eine Vielzahl von kleinen und mittleren Sachbeschädigungen seit Eröffnung der U-Bahn in Garching Einzug gehalten. Trier berichtete von beschädigten Bushäuschen, zerbrochenen Bierflaschen oder Müll auf den öffentlichen Plätzen.

Der private Sicherheitsdienst soll für rund 1500 Euro Kosten an neuralgischen Punkten wie Maibaumplatz, Garchinger See, Biergarten oder Obstgarten unterwegs sein. Mit der Polizei ist dieser Versuch abgesprochen. Der Ausschuss legte aber auch fest, dass demnächst ein Bericht der Polizei über die Sicherheitslage in Garching dem Stadtrat vorgelegt werden soll. Ein Problem, das mit den Störungen zusammenhängt, sei auch, dass derzeit die Stelle eines Streetworkers vakant ist. Diese Person sollte als Bindeglied zu jungen Leuten, die hinter vielen Sachbeschädigungen vermutet werden, als Vermittler dienen. Die Stadt hat die Stelle bereits ausgeschrieben.

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