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Studenten schrauben am Elektroauto „Africar“ für den schwarzen Kontinent

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Robust mit großer Ladefläche: Moritz Klanner, Martin Soltes, Matthias Ott und Simon Wachler (v.l.) im Africar.
Robust mit großer Ladefläche: Moritz Klanner, Martin Soltes, Matthias Ott und Simon Wachler (v.l.) im Africar.

Garching - Bei seinem Besuch in Ghana hat Martin Soltes selbst gesehen, wie bergeweise Orangen am Straßenrand verrotten. „Weil die Bauern keine Möglichkeit haben, ihre Ernte auf den Markt zu bringen", sagt der Doktorand am Lehrstuhl für Maschinenbau der TU München.

Ihnen könnte zukünftig einmal das „Africar“ helfen, das unter Leitung von Soltes in Garching entwickelt wird. Noch ist das Ganze nur ein Studentenprojekt, doch mittelfristig sei das Ziel die Serienreife. „Wir hoffen, dass wir Anfang 2015 ein Forschungsprojekt starten können“, sagt Soltes. „Und nach zwei, drei Jahren könnte das Auto in Produktion gehen.“

Das „Africar“ ist speziell für die Bedürfnisse der ländlichen Bevölkerung in Afrika konzipiert. Hierzu sind die TU-Studenten nicht nur selbst nach Ghana und Kenia gefahren, um sich ein Bild zu machen. Sondern sie haben auch mit Studenten aus Nigeria zusammengearbeitet, die mehrmals in Garching zu Besuch waren. Herausgekommen ist ein äußerst robustes Elektroauto mit großer Ladefläche, das wie ein Lego-Auto aus verschiedenen Komponenten besteht. Es verfügt über einen Allradantrieb, ist geländetauglich, und die Reichweite beträgt rund 50 Kilometer. „Es soll die Menschen aus dem Dorf bis zur nächsten großen Straße bringen“, erklärt Soltes. „Da gibt es meist Busse oder Lastwagen, mit denen sie weiter in die Stadt gelangen.“ ps

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