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Garchinger zahlen mit eigener Währung

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Bares Geld wert: Die Organisatoren Uwe Cygan, Manfred Kick und Salvatore Disanto mit Geschäftsleuten präsentieren die Gutscheine.  Foto: Gerald Förtsch
Bares Geld wert: Die Organisatoren Uwe Cygan, Manfred Kick und Salvatore Disanto mit Geschäftsleuten präsentieren die Gutscheine. Foto: Gerald Förtsch

Garching - Eine Krawatte hat Opa bereits zum Geburtstag bekommen; bei Tante Helga stapeln sich die geschenkten Bücher im Regal. Was soll man diesen Menschen schenken? Die Antwort lautet oft: ein Gutschein. Doch auch hier steht man wieder vor dem Problem: Was für einer?

Der Gewerbeverband Garching will die Suche nach dem passenden Geschenk erleichtern - mit seinen Einkaufsgutscheinen. Sie sind seit gestern erhältlich und können in mehr als 80 Geschäften in Garching eingelöst werden, vom Schuhladen bis zum Friseur, vom Heimwerkermarkt bis zum Restaurant. „Die Idee für so einen gemeinsamen Einkaufsgutschein kursiert schon seit mehr als zehn Jahren im Gewerbeverband“, sagt dessen Vorsitzender Salvatore Disanto. Nun habe man sie - pünktlich zum 1100. Geburtstag der Stadt - endlich realisiert. „Sozusagen unser Geschenk an die Garchinger Bürger zum Jubiläumsjahr.“

Der Gutschein hat die Form einer Scheckkarte und ist zehn Euro wert. Darauf zu sehen ist ein Foto des Wasserturms, die Silhouetten weiterer markanter Gebäude in Garching und das Wappen der Stadt, die das Projekt unterstützt. Mit den Gutscheinen können Kunden in den mitmachenden Geschäften wie mit Geld bezahlen. Übersteigt der Preis der gekauften Waren den Gutscheinwert, legt man einfach die Differenz bar auf den Tisch. Andersrum gilt jedoch: Es gibt kein Rückgeld. Wer also Waren im Wert von acht Euro kauft und mit einem Gutschein bezahlt, erhält nichts zurück. Auch eine Barauszahlung ist nicht möglich.

Erhältlich ist das neue Garchinger Geld im Rathaus, beim Werkmarkt Pradler und im „Mei Wirtshaus“ in Hochbrück. Bei der Ausgabe erhält jeder Käufer einen Flyer, auf dem sämtliche mitmachenden Geschäfte vermerkt sind. Zudem sollen die Läden durch Aufkleber am Eingang darauf hinweisen, dass man bei ihnen per Gutschein bezahlen kann.

„Wir wollen die Garchinger dazu animieren, im eigenen Ort einzukaufen - und nicht für jede Kleinigkeit nach München zu fahren“, sagt Disanto. Zudem eigne sich das Garchinger Geld als Präsent: Sowohl die Stadt als auch der VfR Garching hätten ihm bereits zugesagt, bei Ehrungen künftig die Einkaufsgutscheine des Gewerbeverbands zu verschenken. ps

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