Der Chip dirigiert den Arm

Garching - Was der Mensch so alles erfinden kann. Wie er sich Technik zunutze macht, um eigene Unzulänglichkeiten auszubügeln. Das und mehr gibt es zu sehen beim Tag der offenen Tür auf dem Campus der TU.

Rund 7000 Menschen kamen zum Tag der offenen Tür auf den Campus der Technischen Universität (TU) in Garching. Besonders beliebt: die Führungen durch den Forschungsreaktor und der Besuch beim Super-Computer des Leibniz-Rechenzentrums.

Neuer Teilnehmer war unter anderem die Metall-Innung München-Freising-Erding. Überhaupt beteiligten sich viele Unternehmen und Einrichtungen aus der Umgebung der Forschungsinstitute. So standen auch „General Electric“, das Kinderhaus und die TU-Werksfeuerwehr offen. Ziel der Veranstaltung ist es, den Menschen die Arbeitsabläufe vorzustellen. So stellte der Lehrstuhl für Echtzeitsysteme und Robotik den Roboterarm vor, der in einigen Jahren querschnittsgelähmten Menschen ein Stück Selbstständigkeit zurückgeben soll. Der Querschnittsgelähmte bekommt einen Computerchip, der im Kopf die Befehle an die Muskeln abgreift und so den Gedanken weitergibt, wenn der Mensch beispielsweise den linken Arm heben möchte. Rachel Hornung demonstrierte das Prinzip mit Elektroden, die an den Armen die Bewegungen der Muskeln lesen und an den Roboterarm weitergeben. Dieses Modell ist derzeit weit entfernt von der Serienreife. Doch in fünf Jahren, erklärte Professor Patrick van der Smagt, könnte das System mit rund zehn Millionen Euro zur Marktreife gebracht werden. Im Moment fehlt das Geld.

Eine Premiere feierte die studentische Vereinigung „TUM Phoenix“, die ihr automatisch fahrendes Auto vorstellte und gegen ein normales, ferngesteuertes Auto um die Wette fahren ließ. Der Eigenbau erkennt auf schwarzem Untergrund die weiß markierten Fahrbahnen und kann Hindernisse umfahren.

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