Die Ausstellung „Na toll!“ besichtigen hier Petra Rummel, Leiterin der Ambulanten Erziehungshilfen, und KJF-Vorstandsvorsitzender Bartholomäus Brieller. Foto: cos

Gebrochene Lebenslinien kitten

Landkreis - In eher ungezwungenem Rahmen, der den Gästen genügend Raum für persönliche Gespräche ließ, feierten die Ambulanten Erziehungshilfen im Landkreis jetzt den 33. Geburtstag.

Genügend Stoff für Gespräche gab es in jedem Fall. Ob nun das 100-jährige Bestehen der Katholischen Jugendfürsorge der Erzdiözese München und Freising (KJF), zu der die Ambulanten Erziehungshilfen gehören, das Buch und der Kalender, die zu diesem Anlass herausgegeben wurden, oder die aktuelle Ausstellung „Na toll!“, die der Alkohol-Prävention dient und im Verlauf der Geburtstagsfeier der Ambulanten Erziehungshilfen in den Räumen der KJF-Geschäftsstelle besichtigt werden konnte.

Schon im Wortgottesdienst, der den Auftakt zur Feier bildete, wurde deutlich, worum es bei den Ambulanten Hilfen eigentlich geht. Hier wird unter Einsatz eines hohen persönlichen Engagements versucht, gebrochene Lebenslinien zu kitten – trotz aller widrigen Umstände.

In ihrer Begrüßungsansprache nahm Leiterin Petra Rummel die Gäste mit auf eine kleine Zeitreise, die von den Anfängen der Gefährdetenfürsorge im Jahre 1946 reichte bis hin zur Entstehung und Weiterentwicklung der Ambulanten Erziehungshilfen. Dabei fielen einige Schlagwörter, die auf den Punkt brachten, was die Arbeit der Ambulanten Hilfen ausmacht, zu der sowohl die Erziehungshilfen gehören als auch die Straffälligenhilfe und die Jugendsozialarbeit.

Wie viel Kraft die Sozialarbeit tatsächlich kostet, war auch von Uwe Hacker, dem Leiter des Kreisjugendamts, zu hören. Da gilt es Mittel und Wege zu finden, um die Arbeit auf Dauer bewältigen zu können. Bartholomäus Brieller, Vorstandsvorsitzender der KJF, wagte sich an einen Vergleich mit dem Wirken des Sohnes Gottes: „33 Jahre – genau so lange lebte Jesus Christus. Und er hat in dieser Zeit die Welt verändert! Wir haben zwar in 33 Jahren nicht gleich die ganze Welt verändert, aber doch viel Gutes bewirkt.“

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