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Betonsperren für Weihnachtsmärkte

Sicherheitsfrage auf den Weihnachtsmärkten im Landkreis

Polizei zeigt Präsenz auf Christkindlmärkten

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Ein Jahr nach dem Attentat auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz stellt sich auch im Landkreis die Frage: Wie werden unsere Christkindlmärkte geschützt?

Landkreis – Der Christkindlmarkt in Ottobrunn, der am 8. und 9. Dezember am Rathausplatz stattfindet, wird nicht zusätzlich gesichert. Armin Ganserer, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Ottobrunn, hat in enger Abstimmung das Sicherheitskonzept mit den Gemeinden besprochen. „Sichtbare Präsenz wird es geben. Im Rahmen unserer Möglichkeiten werden Streifenpolizisten auf den Märkten sein.“ LKW-Sperren oder verschärfte Kontrollen sind aber in Ottobrunn, Neubiberg und Putzbrunn derzeit nicht geplant. „Wir sind zu der Auffassung gekommen, dass wir die Kirche im Dorf lassen sollten. Auch in München gibt es in einigen Stadtteilen Märkte ohne Absperrungen.“ Sollte sich die Gefährdungslage jedoch ändern, so sei die Polizei in der Lage, die Sicherheitsmaßnahmen sofort anzupassen.

In Unterhaching verfolgt man dasselbe Konzept. „Es wird keine Barrieren oder Hindernisse geben“, sagt Detlef Hüttner, stellvertretender Dienststellenleiter der Polizei in Unterhaching. Stattdessen setzt die Polizei beim Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende auch auf die Präsenz uniformierter Einsatzkräfte. „Damit wollen wir den Leuten zeigen, dass wir da sind und das Sicherheitsgefühl stärken.“ Eine Bewertung der allgemeinen Sicherheitslage habe ergeben, dass es in Unterhaching keinen Grund für erhöhte Vorsichtsmaßnahmen gäbe.

Beim Lohhofer Volksfest im Juni dagegen hatte die Stadt mit großem Aufwand das Sicherheitskonzept verschärft. Es gab Taschenkontrollen, ein Rucksackverbot, eine Rundumumzäunung, Einfahrtshindernisse und eine Aufstockung des Sicherheitspersonals. Auf all das werden Stadt und Polizei aus Gründen der „Verhältnismäßigkeit“ aber beim Christkindlmarkt am ersten, zweiten und dritten Adventswochenende verzichten. „Die Polizei sieht akut keine besondere Bedrohungslage, es gibt keinen konkreten Hinweis, dass bei uns ein Attentat geplant würde“, sagt Thomas Stockerl, Pressesprecher der Stadt Unterschleißheim. Rathausverwaltung und Polizei hätten sich im Vorfeld Gedanken über die Sicherheitsfrage gemacht, „und bewusst Szenarien durchgespielt“. „Wir können den Rathausplatz nicht so abriegeln, dass jemand, der wirklich Böses im Schilde führt, aufgehalten würde“, sagt Stockerl: „Passieren kann immer etwas, Poller und Taschenkontrollen hindern so jemanden nicht, ein Messer oder eine Pistole zu ziehen.“ Um so etwas wirklich auszuschließen, müsste man alle Veranstaltungen absagen. „Aber das steht nicht dafür.“ Denn als kleinerer Markt stehe der Unterschleißheimer Christkindlmarkt nicht im Fokus. Dann würden die Terroristen genau das erreichen, was sie wollen, nämlich unser Alltagsleben zu stören.“

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