Hühner geraten durch die näher rückende Geflügelpest in Gefahr (Symbolfoto).
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Hühner geraten durch die näher rückende Geflügelpest in Gefahr (Symbolfoto).

Landratsamt erlässt Allgemeinverfügung

Vogelgrippe auf dem Vormarsch: Geflügel muss in den Stall

  • Patricia Kania
    vonPatricia Kania
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Die Geflügelpest bedroht auch den Landkreis München. Um den Vogelgrippevirus aufzuhalten, hat das Landratsamt eine sofortige Stallpflicht für Geflügel angeordnet. Außerdem sollen Bürger tot aufgefundene Wasservögel dem Veterinäramt melden.

Landkreis -Nachdem im Landkreis Schwandorf in einem großen Bestand ein Geflügelpest-Ausbruch amtlich bestätigt wurde, trifft jetzt auch der Landkreis München Vorkehrungen, um eine Ausbreitung zu verhindern. Das Landratsamt hat deshalb eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Private und gewerbliche Tierhalter müssen ihren Geflügelbestand ab sofort in Ställen halten. Frei lebende Wildtiere sollen davon abgehalten werden, Nutztiere mit der Geflügelpest zu infizieren. Die Tierseuche, die vor allem bei Hausenten, Hühnern und anderem Geflügel sehr ansteckend ist, kann unter Umständen auch für den Menschen gefährlich werden.

Regelung gilt für 15 Kommunen

Die Verordnung betrifft folgende Kommunen: Aschheim, Aying (nur die Ortsteile Loibersdorf, Kaps, Spielberg/Gut Spielberg), Baierbrunn, Feldkirchen, Garching, Gräfelfing, Grünwald, Haar, Ismaning, Kirchheim, Oberschleißheim, Planegg, Pullach, Unterföhring und Unterschleißheim. Die Vögel müssen entweder in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung gehalten werden, in die Wildvögel nicht eindringen können. Außerdem müssen zum Beispiel Halter mit kleineren Beständen (bis 100 Tiere) ergänzende Aufzeichnungen über die verendeten Tiere machen. Halter von Geflügel bis zu 1000 Tieren müssen Aufzeichnungen über die Gesamtzahl der gelegten Eier pro Bestand und Werktag führen.

Tote Tiere melden

Hauptwirte der Vogelgrippeviren sind wild lebende Wasservögel. Der Landkreis München ist wegen seiner zahlreichen Zugrastplätze wie Speicherseen, Baggerseen und anderer Gewässer deshalb besonders gefährdet. Bürger des Landkreises werden darum gebeten, tot aufgefundene Wasservögel dem Veterinäramt zu melden. Sollte das Virus in einer Geflügelhaltung nachgewiesen werden, müsste als Vorsichtsmaßnahme gegen die Weiterverbreitung der betroffene Geflügelbestand getötet werden. Es ist deshalb besonders wichtig, eine Einschleppung der Geflügelpest früh zu erkennen und die Ausbreitung der Erkrankung sowie das Übergreifen auf Geflügelhaltungen zu verhindern. Deshalb wurden bereits Anfang Februar Sicherheitsmaßnahmen für entsprechende Haltungen angeordnet und Geflügel-Ausstellungen und -Märkte sowie die Fütterung von Wildvögeln verboten.

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