CSU und SPD gehen ins Stechen

Ottobrunn: - Ottobrunn - Das Zittern im Ottobrunner Wahlkampf geht weiter: Am 18. März kommt es zu einer Stichwahl zwischen Thomas Loderer (CSU) und Karl Heinz Eisfeld (SPD). Keiner der vier Kandidaten konnte sich gestern mit der erforderlichen Mehrheit durchsetzen. Am besten schnitt Loderer mit 39,9 Prozent der abgegebenen Stimmen ab. Die Wahlbeteiligung war mit 47,7 Prozent enttäuschend.

Der Jubel im proppenvollen Eingangsbereich des Rathauses galt schon um 19 Uhr Thomas Loderer: Stetig wuchs der schwarze Balken auf der Leinwand mit den Wahlergebnissen, die im Foyer die laufend aktualisierten Werte anzeigte. Punkt 19.30 Uhr äußerte sich ein glücklicher CSU-Kandidat: "Das ist ein super Ergebnis. Ich bin mir sicher, dass ich die Wahl in zwei Wochen gewinnen werde", freute sich Loderer.

Nach dem vorläufigen Ergebnis kommt die CSU auf 39,9 Prozent, SPD-Kandidat Eisfeld liegt mit 34,4 Prozent deutlich abgeschlagen auf Platz zwei. Aus dem Rennen ausgeschieden sind die BVO mit Erika Aulenbach und die FDP mit Axel Keller: Aulenbach erhielt 14,3 Prozent der Stimmen, Keller musste sich mit nur 11,4 Prozent begnügen.

Die beiden "Kleinen" werteten das Ergebnis gelassen. "Mehr konnten wir nicht erwarten, da wir ja keine Partei, sondern nur ein Verein sind und nicht über die finanziellen Mittel verfügen, die die anderen nun einmal hatten", kommentierte Aulenbach den Wahlausgang. Ähnlich äußerte sich der FDP-Kandidat. Mit verantwortlich für das schlechte Abschneiden machte er die niedrige Wahlbeteiligung: Nicht einmal jeder zweite stimmberechtigte Ottobrunner hatte sein Votum abgegeben.

Kandidaten müssen Nicht-Wähler mobilisieren

Eisfeld zeigte sich wacker, konnte aber seine Enttäuschung nicht verbergen. Er forderte in einer kurzen Ansprache seinen Kontrahenten zu einem neuen Rededuell in den kommenden Tagen auf. Loderer ging darauf nicht ein, dafür äußerte sich Engelbert Kupka dazu: "Ich halte nichts davon. Es ist genug gesagt worden, jetzt muss eine Entscheidung folgen. Die Wähler sind das ständige Debattieren satt", entgegnete der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CSU im Bayerischen Landtag.

Eines indes steht für beide Kandidaten fest: Jetzt gilt es, die Nicht-Wähler zu mobilisieren und um die Wählergunst der anderen beiden Parteien zu buhlen.

Eisfeld rechnet sich gute Chancen aus: "Ich habe die Hoffnung, das mich die FDP unterstützt. Die geringe Beteiligung hat die Nicht-Wähler zu einem Zufallsfaktor werden lassen."

Loderer will in den kommenden Wochen den "intensiven Bürgerkontakt" weiter pflegen. Er gibt sich siegessicher: "Wir werden die Wahl gewinnen", rief er seinen Anhängern unter lautem Beifall zu. K sal

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