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Nach Wasserschaden in Taufkirchner Kindergarten

Hasen, Schnecken und Mäuse haben ein Notquartier

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Taufkirchen - Nach dem Wasserschaden im Kindergarten St. Johannes der Täufer in Taufkirchen richtet die Gemeinde provisorische Betreuungsstandorte ein. Die Beaufsichtigung der Kinder ist somit auch in den Osterferien gesichert. 

Wohin mit meinem Kind, dürften sich viele Taufkirchner gefragt haben, als sie erfahren haben, dass der Kindergarten St. Johannes der Täufer ab Montag wegen eines Wasserschadens geschlossen werden muss (wir berichteten). Die Gemeinde hat nun gute Nachrichten für die Eltern: Ihre Mädchen und Buben können auch in den Osterferien betreut werden.

Am Montag sei ein „Notbetrieb“ im Pfarrsaal der St. Johannes-Kirche geplant, teilt Martina Kraft, die Leiterin des Hauptamts der Gemeinde, mit. Am Dienstag ziehen die Dinos, Hasen, Schnecken, Marienkäfer und Bären, wie die einzelnen Kindergartengruppen heißen, weiter in die Pappelstraße 2. Dort stehen zwei Räume im Untergeschoss des Gebäudes zur Verfügung. Spielzeug und Möbel sind auf dem Weg, geputzt wird auch schon. 50 Kinder haben dort Platz.

„Das reicht für die Ferien“, ist sich Kraft sicher. Nun fehlt nur noch das „Okay“ des Landratsamtes, das den Brandschutz und Fluchtwege prüft. Mit Problemen rechnet die Taufkirchner Verwaltung hierbei nicht. In dem Gebäude war bereits ein Kindergarten untergebracht. Seit dessen Umzug stehen die Räume leer.

Woher das Wasser gekommen ist, bleibt unklar

Etwa 140 Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren besuchen die katholische Kindertagesstätte St. Johannes der Täufer. Die sollen auch nach den Osterferien in der provisorischen Unterkunft in der Pappelstraße betreut werden. Dann allerdings in zusätzlichen Räumen, die bis dahin hergerichtet werden.

Wie lange das geflutete Gebäude am Postweg geschlossen bleiben muss, ist noch nicht absehbar. „Das hängt davon ab, inwieweit die Wände betroffen sind“, erklärt Hauptamtsleiterin Kraft. Im schlimmsten Fall müsste man die Wände öffnen, austrocknen und gebenenfalls Dämmmaterial austauschen. Woher das Wasser gekommen ist, und wie hoch der Schaden ist, den es angerichtet hat, ist noch unklar.

"Da freut sich natürlich niemand."

Die kurzfristige Hiobsbotschaft hätten die Eltern „unterschiedlich“ aufgenommen, sagt Kraft. „Da freut sich natürlich niemand.“ Eine aufgebrachte Mutter ist gar in die Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend gekommen, um ihrem Unmut Luft zu machen. Sie hatte für Montag eine Geschäftsreise geplant und wusste nicht, wer auf ihren Sohn aufpassen soll.

Bettina Göbner von der Erzdiözese München und Freising, die Träger des Kindergartens ist, kann verstehen, dass die Eltern aufgebracht sind: „So etwas ist natürlich immer ein Ärgernis für die Familien, aber es ist auch eine Situation, die wir gemeinsam lösen müssen.“ Für die Ferien hofft sie daher, „dass die Eltern ihre Kinder nach Möglichkeit selbst betreuen."

Rubriklistenbild: © Sebastian Kahnert/dpa

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