Stromversorgung

Gemeinde Grünwald und Bayernwerk AG gründen Gesellschaft

Grünwald - Während sich die Nachbargemeinde jenseits der Isar, Pullach, mit der Bayernwerk AG vor Gericht streitet, pflegt Grünwald ein sehr gutes Verhältnis zum Stromkonzern.

Der Startschuss für die gemeinsame Gesellschaft, an der die Gemeinde Grünwald mit 51 Prozent die Mehrheit halten wird, ist der 1. Januar 2016. In die gemeinsame Gesellschaft bringt die Bayernwerk AG die gesamte örtliche Netzinfrastruktur auf Grünwalder Grund ein. Die Gemeinde erwirbt im Rahmen eines Anteilskauf- und Abtretungsvertrages 51 Prozent der Anteile der Gesellschaft mit Sitz in Grünwald. Es wird in erster Linie um die Verpachtung des eigenen Elektrizitätsverteilungsnetzes gehen, weitere mit diesem Zweck eng verbundene Tätigkeiten der Daseinsvorsorge können hinzukommen.

 Der Bereich „Energieversorgung“ ist dabei von großer Bedeutung. Auf diese Weise kann die Gemeinde nun auch auf kommunaler Ebene verantwortungsbewusst mitgestalten und Einfluss nehmen. „Dass das Bayernwerk als Pächter weiterhin die Verantwortung für den technischen Netzbetrieb übernimmt, stellt aus unserer Sicht für den Grünwalder Bürger ein Maximum an Versorgungssicherheit sicher“, erklärte Bürgermeister Jan Neusiedl. „Wir freuen uns über das entgegengebrachte Vertrauen“, sagte Ursula Jekelius, Leiterin Kommunen und Kooperationen, zuständig beim Bayernwerk für die Region Oberbayern. „Wir werden auch zukünftig in eine sichere Stromversorgung investieren“, erklärte Anja Reinhardt vom Kommunalbereich beim Bayernwerk und Geschäftsführerin der neu gegründeten Gesellschaft. Das Stromnetz wird an die Bayernwerk AG verpachtet, womit diese weiterhin für den Netzbetrieb verantwortlich ist.

 Der mit dem Stromkonzern laufende Konzessionsvertrag wird auf die neue Gesellschaft übertragen. Durch die Ausgestaltung ist die kommunale Einflussnahme – insbesondere auf Investitionen und Ausbau des Netzes – gewährleistet. (mm)

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