Gemeinsam gegen Gedrängel: (v.l.) Kontaktbeamter Udo Wunsch, Schulleiter Mathias Müller und Bürgermeister Stefan Schelle setzen sich für Sicherheit ein. foto: dv

Gemeinde zieht gelbe Linie

Oberhaching - Nachdem Mitte Januar zwei Schüler einen Unfall mit dem Linienbus an der Bushaltestelle in der Tisinstraße in Oberhaching hatten (wir berichteten), sind Schule, Polizei und Gemeinde aktiv geworden, um für mehr Sicherheit zu sorgen.

„Wie sehr die Schüler drängeln, um schnell in den Bus zu kommen, hängt vor allem von der Anzahl der wartenden Kinder ab, aber auch vom Wetter, denn wenn es regnet, wollen natürlich alle möglichst zügig ins Trockene“, berichtete Arun Kohli vom Elternbeirat. „Vor allem wird es hektisch, wenn viele größere Schüler anstehen, da diese oft nicht darauf achten, sich ordentlich anzustellen.“

Nach dem Unfall haben zunächst einige Wochen Eltern ehrenamtlich an der Bushaltestelle für Ordnung gesorgt. Parallel hat die Schulsozialarbeit am Gymnasium mit den Kindern Gespräche geführt. „Unser Ziel ist es, durch vielseitige Maßnahmen nachhaltig die Sicherheit zu verbessern“, erklärte Rektor Mathias Müller. So wird die Gemeinde nun in Absprache mit der Polizei eine gelbe Linie vor der Haltestelle einzeichnen, damit den Schülern deutlicher bewusst wird, wo sie stehen müssen. „Außerdem arbeiten wir daran, die Ansteh-Kultur in kleinen Schritten zu verbessern“, kündigte Müller an. Wie Kohli erläuterte, sind offene Gespräche mit den älteren Schülern meist besser als Disziplinarmaßnahmen, da die Jugendlichen sofort verstehen würden, dass die Sicherheit der Jüngeren durch Gedrängel gefährdet ist. Neben Verkehrssicherheitstraining durch die Polizei an der Schule wird außerdem Kontakt zum MVV aufgenommen. „Vielleicht könnten ja die Busfahrer die Tür erst dann öffnen, wenn sich die Schüler ordentlich angestellt haben“, sagte Kohli.

dv

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