Gemeindewappen

Gemeindewappen auf der Brust

Aying - Das Gemeindewappen ans Revers heften dürfen sich ab sofort die Ayinger Gemeinderatsmitglieder.

Rathauschef Hans Eichler (PWH) überraschte das Gremium in der Weihnachtssitzung mit dem Ehrenzeichen und begründete die Anschaffung damit, dass es in vielen anderen Kommunen mittlerweile üblich sei, als äußeres Zeichen der besonderen Zugehörigkeit das Wappen zu nützen. 

In Aying möchte es Eichler so halten, dass auch ehemalige Gemeinderatsmitglieder und Bürgermeister dieses Ehrenzeichen tragen dürfen. Es sei eine Ehre, in den Gemeinderat gewählt zu werden und das Vertrauen der Bevölkerung zu genießen. Er verstehe dieses Ehrenzeichen auch als Anerkennung der Leistungen: „Heutzutage ist es wahrlich keine Selbstverständlichkeit, wenn sich jemand so für die Gemeindebelange ehrenamtlich engagiert.“ 

Ayings Wappen ist eigentlich das Helfendorfer. Im Zuge der Gemeindegebietsreform – aus den Altgemeinden Peiß und Helfendorf wurde die Gemeinde Aying – wurde das Wappen der Altgemeinde Helfendorf angenommen. Die Wappenbeschreibung lautet: „In Blau ein silberner Pfahl; vorne ein goldener Palmzweig; hinten übereinander zwei goldene Bügelkronen.“ Durch die Gemeinde Helfendorf, das römische Isinisca, führte die römische Konsularstraße Augusta – Vindelicorum – Invavum (Augsburg – Salzburg). Bodenfunde beweisen, daß dort eine römische Ansiedlung war.

Seit dem achten Jahrhundert sind die bayerischen Herzöge in der Gemeinde Aying begütert. Das Herzogsgut ging an das Königshaus über. Bereits 885 ist ein Königshof in Helfendorf belegt, der Abgaben an die Kapelle in Altötting leisten musste. Ein weiterer Beweis, dass Helfendorf königlicher Besitz war, geht aus der Schenkung Kaiser Otto I. an das Kloster St. Emmeram in Regensburg hervor. 

Das Gemeindewappen nimmt auf die reiche, historische Vergangenheit des heutigen Gemeindegebietes Bezug. Es zeigt in der Farbgebung (weiß-blau) den herzoglichen Besitz an, während die beiden goldenen Bügelkronen auf den Königshof verweisen. Der weiße (silberne) Pfahl soll die Römerstraße darstellen, die durch den Ort geführt hat. Die Märtyrerpalme erinnert wiederum an das Martyrium des Heiligen Emmeram erinnern, das in Helfendorf stattgefunden hat.

Wolfgang Rotzsche

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