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Die Holzschindeln sind in die Jahre gekommen. Nur notdürftig wurden die Ziegel ausgebessert.

Dachsanierung an der Grundschule

Schluss mit Flickwerk

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Grünwald - Das Schuldach der Martin-Kneidl-Grundschule in Grünwald wird für 890 000 Euro generalsaniert, außerdem wird ein Aufzug eingebaut. Das kostet noch einmal 265 000 Euro.

Wer in Grünwald aufgewachsen ist, hat die Schwelle zur Martin-Kneidl-Grundschule unumgänglich viele hundert Mal betreten. Die Schule ist soeben für 250 000 Euro umgebaut worden. Zwei neue Klassenzimmer kamen hinzu, weil der Platz für die zunehmende Schülerzahl immer knapper geworden war. Bei den Bauarbeiten bemerkte Architekt Alexander Steininger Defizite am Dach und am Gebälk, als er den Speicher zum Lagerraum ausbaute. Der CSU-Gemeinderat schaute sich genauer um und erkannte, dass die tragenden Teile arg belastet seien, die alte Dachpappe porös und schadhaft, die Dämmung mehr oder weniger wirkungslos.

Das Dach ist jedenfalls nicht nach modernen Maßstäben isoliert, wie Steininger jetzt im Gemeinderat ausführte. Zwar sei beileibe keine Gefahr in Verzug, aber auch außen gebe es einiges zu tun, die Dachschindeln aus Holz zum Beispiel könnten herunterfallen. Alles in allem müsse etwas unternommen werden. Wird es auch, denn der Gemeinderat stimmte einhellig dafür, das Dach des Schulhauses für knapp 900 000 Euro zu sanieren. Der Betrieb im Schulgebäude soll nicht darunter leiden. Laute Arbeiten finden laut Steininger nachmittags nach Schulschluss statt – ein Konzept wie bei der jüngsten Sanierung in diesem Jahr.

Im Paket wollte Tobias Brauner (PBG) auf gar keinen Fall die Platzierung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach haben und auch eine Entscheidung hierüber nicht dem Bauausschuss überlassen, wie im Beschlussentwurf vorgeschlagen. Das alte Schulgebäude mit schöner Prägung und seinem großen Dach ist seiner Meinung nach dafür absolut nicht geeignet. Brauner hat nichts gegen Ökostrom, auch gerne auf dem Flachdach des neuen Anbaus, aber bitte nicht am ehrwürdigen Altbau. „Das ist überhaupt nicht ästhetisch.“ Einen weiteren Einwand brachte Achim Zeppenfeld (SPD), der ansonsten als großer Freund der Photovoltaik gilt. Er gab zu bedenken, dass die am Schulgebäude von 49 Prozent nicht ideal sei für die Aufnahme der Sonnenstrahlen. Bürgermeister Jan Neusiedl (CSU) zeigte sich kompromissbereit und schlug vor, die Gutachten und Vorschläge dazu abzuwarten und im Gemeinderat zu behandeln.

Sofort zur Sache ging es dafür im nächsten Punkt: Steininger bekam zusätzlich den Auftrag für noch einmal 265 000 Euro, einen Aufzug neben dem Turmhaus im Garten zu planen, der alle Geschosse erreicht und ein neues Kapitel der Barrierefreiheit aufschlägt. Versteckt hinter Bäumen stört er nach den Worten Steiningers auch nicht den Charakter des Schulgebäudes. Dazu muss betoniert, der Zugang erschlossen und Rücksicht auf den Baumschutz genommen werden. Es ist laut Steininger nur diese eine Stelle im gesamten Schulgebäude denkbar.

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