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Neben den Möbelmärkten in Aschheim soll der Schlachthof entstehen.

Im Bauausschuss

Nur ein Gemeinderat stimmt gegen Schlachthof in Aschheim

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Aschheim – Die Gemeinde Aschheim hat am Dienstagabend auch offiziell und öffentlich den Startschuss gegeben für die Aufstellung des Bebauungsplanes für einen Schlachthof an der Klausnerstraße. Lediglich Heinrich Broda (Freie Wähler) stimmte gegen das Projekt.

Das „Fleischhandelszentrum München-Aschheim“ soll auf einer Fläche von elf Hektar hinter den Möbelhäusern errichtet werden (wie berichtet)

Die Gemeindeverwaltung sieht für das Gelände eine besonders verkehrsgünstige Lage durch die Nähe zur Autobahn-Anschlussstelle Aschheim/Kirchheim sowie zur Umgehungsstraße. Positiv bewerteten die Mitglieder des Bauausschusses die Erweiterung der Pläne um eine Biogasanlage, in der die Fleischabfälle zur Energieerzeugung verwertet werden.

Heinrich Broda beschwerte sich, dass Bürgermeister Thomas Glashauser (CSU) bei der Vorstellung des Schlachthofes von einer einstimmigen Entscheidung gesprochen habe. Der Rathauschef verteidigte sich und betonte, dass die Grundsatzentscheidungen in den nichtöffentlichen Sitzungen einstimmig gefällt worden seien und erst bei der detaillierten Planung drei Gegenstimmen kamen. Genauer dürfe er aber nicht über nichtöffentliche Debatten reden.

Heinrich Broda stimmt dagegen

Heinrich Broda machte bei der Aufstellung des Bebauungsplanes deutlich, dass ihm der Umgriff des Schlachthofes mit einem elf Hektar großen Gelände zu viel für die Gemeinde Aschheim ist. Er stimmte deshalb vor den Augen von rund zwei Dutzend Besuchern, die wegen des Themas Schlachthof gekommen waren, gegen die Aufstellung des Bebauungsplanes. 

Rolf Dettweiler (CSU) begrüßte das Projekt, von dem sich die Gemeinde auch weitere Gewerbesteuer-Zahler verspricht. „Für mich ist das Konzept schlüssig“, sagte der Fraktionssprecher der CSU. Aschheim werde dann „das modernste Fleischhandelszentrum Deutschlands“ bekommen.

In der Debatte machte Achim Jänsch (SPD) deutlich, dass sich der Gemeinderat auf ein langes und schwieriges Verfahren einstellen muss: „Da kommen Anregungen und Forderungen, an die wir heute noch gar nicht denken.“ Deshalb müsse man sich die Stellungnahmen von Behörden und Beteiligten genau ansehen. Im Idealfall könnte laut Bürgermeister Glashauser das Bebauungsplanverfahren im Frühjahr 2017 abgeschlossen werden. Und wenn Baurecht besteht, dürften schnell die Bagger anrollen.

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