+
Ist für den Funkmast: Straßlachs Bürgermeister Hans Sienerth

Mobilfunkversorgung in Grossdingharting

Gemeinderat wehrt sich gegen Funkmast am Deininger Weiher

Die Diskussionen um den Bau eines Funkmasten in der Nähe des Deininger Weiher sind neu entflammt. Einige Bürger und Kommunalpolitiker fürchten um das Landschaftsbild.

Straßlach-Dingharting – Der Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung gegen das Vorhaben gestemmt, an der Gleißentalerstraße in der Nähe des Deininger Weihers einen 40 Meter hohen Funkmasten zu errichten. Mit einer Mehrheit von 10:4 Stimmen verweigerte das Gremium das Einvernehmen zu einem entsprechenden Antrag der Funkturm GmbH und entschied, nach alternativen Standorten für den Funkmasten zu suchen.

In der Sitzung hatten einige Bürger und Gemeinderäte ihre Sorgen geäußert. Teile des Deininger Weiher befinden sich in einem Naturschutzgebiet. Viele würden eine „Verschandelung der Landschaft“ befürchten, berichtet Bürgermeister Hans Sienerth (parteifrei) auf Nachfrage des Münchner Merkur.

 Bisher war die Mobilfunkversorgung über den Starkstrommast in Dingharting sichergestellt. Dieser muss allerdings abgebaut werden, weil der Besitzer des Grundstücks den Pachtvertrag nicht verlängern wollte. Daraufhin stellte der Betreiber, die Deutsche Funkturm GmbH, eine Tochtergesellschaft der Telekom AG, einen Bauantrag für einen neuen Funkmasten in der Nähe des Deininger Weiher. Der neuen Antennenmast wäre mit einer Höhe von 40 Meter etwa 15 Meter höher als der alte (wir berichteten).

Dass Großdingharting den Masten braucht, machte eine Zugriffszählung deutlich. Demnach zählte die Telekom im vergangenen Jahr rund 5000 Zugriffe täglich, Tendenz steigend. Bürgermeister Sienerth kann die Entscheidung des Gemeinderates vor diesem Hintergrund nicht nachvollziehen. Er macht darauf aufmerksam, dass das Vorhaben dazu diene, die Infrastruktur sicherzustellen und daher rechtlich als privilegiert gelte. Folglich könne der Bau des Funkmasten nur verhindert werden, wenn öffentliche Belange dem entgegenstünden. Das sei allerdings nicht der Fall. Bürgermeister Sienerth sagt schließlich: „Die Argumente der Gegner sind ohne jede Substanz“.

Thomas Radlmaier

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

JU-Chef sauer: Domain-Affäre spaltet Unterhachinger CSU
Der Ärger um die gekaperten Webseiten der politischen Konkurrenz schlägt hohe Wellen. Der Vorsitzende der JU ist stinksauer und es gab bereits einen Parteiaustritt.
JU-Chef sauer: Domain-Affäre spaltet Unterhachinger CSU
Uber-Fahrt endet mit Unfall
Die Fahrt mit einem Uber-Fahrdienst ist für zwei 21-jährige Frauen mit großem Schrecken, aber wohl gerade noch glimpflich ausgegangen.
Uber-Fahrt endet mit Unfall
Betrunkener Radldieb erwischt
Die Polizei hat in der Nacht zum Sonntag einen betrunkenen Radfahrer erwischt. Dabei stellte sich heraus, dass der Mann nicht nur ein Promillefahrer, sondern auch ein …
Betrunkener Radldieb erwischt
Wer einen Hundeführerschein hat, spart sich ab sofort Geld
Hundehalter in Unterschleißheim können ab sofort Geld sparen: Wer einen Hundeführerschein besitzt, dem erlässt die Stadt die Steuer für den Vierbeiner.
Wer einen Hundeführerschein hat, spart sich ab sofort Geld

Kommentare