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Der Kahlschlag steht bevor: Viele Fichten im Gemeindewald sind vom Borkenkäfer befallen. Sie werden gefällt.

Vom Borkenkäfer befallen

Gemeindewald wird zu Brennholz

Aschheim - Ein Großteil der Fichten im Aschheimer Gemeindewald sind vom Borkenkäfer befallen. Die toten Bäume werden nun abgeholzt. Das Holz soll teilweise an Bürger verteilt werden.

Dem Aschheimer Gemeindewald droht in den nächsten Wochen der große Kahlschlag. Der Wald, der an den Tannen- und Waldweg grenzt, leidet unter dem Befall von Borkenkäfern sowie an Eschentriebsterben. Deshalb kündigte Bürgermeister Thomas Glashauser (CSU) im Bau- und Umweltausschuss Fällungen im großen Stil an.

Betroffen sind die Fichten im südöstlichen Teil der Waldfläche, die im vergangenen Sommer großflächig von Borkenkäfern befallen wurden. Diese Bäume sind teilweise bereits abgestorben oder stehen kurz davor. Um noch gesunde Fichten nicht zu gefährden, müssen die nicht mehr zu rettenden Nadelbäume gefällt werden. Ein weiteres Problem: Das Eschentriebsterben, von dem rund 90 Prozent dieser Baumart betroffen sind.

Als kleine gute Nachricht wertete Bürgermeister Glashauser derweil, „dass gottseidank der andere große Käfer noch nicht da ist“. Gemeint ist der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB). Auch mit ihm haben sie es in Aschheim zu tun. Die für diesen Schädling eingerichtete Quarantänezone endet derzeit am Ortseingang bei der Eichendorffstraße.

Für die anstehenden Fällungen kündigte Glashauser „eine größere Aktion Ende Februar“ an. Ein Problem könnte dabei dadurch entstehen, dass im Gemeindewald in der Vergangenheit keine Wege angelegt worden sind. Deshalb müssen diese für den Abtransport der gefällten Bäume in dem 5,2 Hektar großen Areal erst gebaut werden.

Von den Massen des geschnittenen Holzes soll ein gewisser Teil der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden. Allerdings wird es laut dem Bürgermeister keine Selbstabholung direkt im Wald geben, sondern auf dem gemeindlichen Wertstoffhof. „Wir wollen die Leute nicht mit der Schubkarre durch den Wald laufen sehen“, mahnte Glashauser.

Nach dem Kahlschlag soll der Aschheimer Gemeindewald wieder neu aufgebaut werden. „Ein schöner Mischwald“ ist laut dem Bürgermeister das Ziel der angedachten, umfangreichen Pflanzungen, die in den nächsten Jahren anstehen und wohl viel Geld verschlingen werden. Ziel der Maßnahmen müsse es sein, den Wald für kommende Generationen als Naherholungsgebiet zu erhalten.

Infoveranstaltung

In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 26. Januar, werden die Schäden, Maßnahmen sowie das Konzept für neue Pflanzungen vorgestellt.

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