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Engstelle Nummer eins: der Pfarrer-Wenk-Platz in Hohenbrunn.

Kommunalpolitiker im Südosten planen Zusammenarbeit

Vier Gemeinden, eine Umfahrung

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Landkreis –Vier Kommunen, ein Problem: der Verkehr. Den wollen Politiker aus Grasbrunn, Putzbrunn, Hohenbrunn und Höhenkirchen-Siegertsbrunn nun zusammen aus den orten schaffen. Das Ziel: eine Umgehung.

Weg vom Kirchturmdenken und über den Tellerrand blicken: Das will ein Arbeitskreis aus 16 Gemeinderäten, der sich auf Initiative der CSU, der Freien Wähler und der Gemeinschaft pro Putzbrunn (GPP) gebildet hat. Darin sollen die vier Gemeinden Putzbrunn, Grasbrunn, Hohenbrunn und Höhenkirchen-Siegertsbrunn das Thema Verkehr zusammen angehen. 

Engstelle Nummer zwei: die Kreuzung Wasserburger Landstraße in Neukeferloh.

Denn eines haben sie gemeinsam: „Das grundsätzliche und größte Problem für die vier Kommunen ist der Umfahrungsverkehr der A 99“, verdeutlicht Eduard Boger, Fraktionssprecher der CSU Putzbrunn. „Bisher plant jede Kommune für sich allein, um die Auswirkungen zu bewältigen. 

Allerdings kommt es dann zu negativen Wechselwirkungen. Was eine Gemeinde entlastet, kann die Nachbargemeinde zusätzlich belasten.“ Zum Beispiel die vorgesehene Ortsumfahrung von Putzbrunn, deren geplante Trasse in Hohenbrunn nicht für Begeisterung sorgt. Und Grasbrunn plant eine Entlastung der B 304, die zum Problem für Putzbrunn werden könnte. Es gebe weitere Beispiele, wie die ersten, losen Gesprächen im Arbeitskreis gezeigt hätten, sagt Boger. 

„Wir kamen zu dem Ergebnis, dass einzelne Maßnahmen nichts bringen. Die Gemeinden müssen miteinander reden und handeln.“ Beschlossen wurde ein gemeinsamer Antrag, der in den jeweiligen Gemeinderäten gestellt werden und nach Möglichkeit im Oktober auf der Tagesordnung stehen soll. „Ziel soll es sein, noch in diesem Jahr eine Arbeitsgruppe zu bilden.

Engstelle Nummer drei: die Ortsdurchfahrt Putzbrunn.

In dieser sollen Vertreter aller Fraktionen sowie der vier Verwaltungen sein“, erläutert der CSU-Fraktionssprecher. „Von einem Planer soll dann ein interkommunales Verkehrskonzept erstellt werden.“ Die Kosten müssten sich die vier Gemeinden dann teilen und die notwendigen Mittel am besten „bereits im Haushalt 2017 bereitgestellt werden“. So lautet der Antrag. 

Die Grundlage für das Verkehrs-Gesamtkonzept sollen die bereits existierenden Planungen der einzelnen Kommunen sein. Eine Bestandsaufnahme und Analyse sei notwendig, sagt Boger. „Wir müssen eine Antwort finden, die für alle Gemeinden zukunftsfähig ist.“ 

Leicht wird diese Aufgabe nicht, das weiß der Christsoziale. Es werde viele Sitzungen erfordern – und „es wird nicht ohne Kompromisse gehen für die einzelnen Gemeinden“. Auf jeden Fall soll die Arbeit ohne Vorgaben aufgenommen werden. „Wir müssen und wollen ergebnisoffen diskutieren“, betont Boger. 

Schon vorhanden: die Ortsumfahrung Höhenkirchen.

Aber zunächst einmal müssen alle vier Gemeinderäte entscheiden, ob sie die übergreifende Arbeitsgruppe überhaupt wollen und ob sie bereit sind, Geld für den Planer auszugeben.

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