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Die Geschichte des Klinikums mit all seinen Facetten

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Bezirkstagspräsident Josef Mederer (2.v.r.) dankt den drei ehrenamtlichen Mitarbeitern: (v.l.) Pflegedienstleiter Johannes Thalmeier, Günther Goller vom Museumsteam, Bürgermeisterin Gabriele Müller, kbo-Vorstand Martin Spuckti, Alma Midasch und Ferdinand Ulrich vom Museumsteam. Foto: KBO
Bezirkstagspräsident Josef Mederer (2.v.r.) dankt den drei ehrenamtlichen Mitarbeitern: (v.l.) Pflegedienstleiter Johannes Thalmeier, Günther Goller vom Museumsteam, Bürgermeisterin Gabriele Müller, kbo-Vorstand Martin Spuckti, Alma Midasch und Ferdinand Ulrich vom Museumsteam. Foto: KBO

Haar - Lob für die drei Museumsmacher: „Sie haben ein Schatzkästchen geschaffen, das seinesgleichen sucht - ihr Einsatz ist vorbildlich“, dankte Bezirkstagspräsident Josef Mederer Alma Midasch, Ulrich Ferdinand und Günther Goller.

Seit genau zehn Jahren sammeln die drei ehrenamtlichen Mitarbeiter - und ehemaligen Mitarbeiter des Klinikums - Gegenstände aus dem Klinikum, um sie den interessierten Besuchern zeigen und vorstellen zu können.

Gelohnt hat sich das persönliche Engagement: Mehr als 18 000 Besucher haben in dem vergangenen Jahrzehnt das Museum besucht und sich über die Geschichte des Klinikums, aber auch über die Fachdisziplin Psychiatrie informiert. „Besonders freut mich, dass Sie auch und besonders Führungen für junge Menschen und Schulklassen anbieten. Sie stellen die Geschichte des Klinikums mit all seinen Facetten lebendig vor und begeistern die Besucher“, betonte Pflegedienstleiter Johannes Thalmeier als Vertreter der Krankenhausleitung: „Dabei erinnern Sie auch an das dunkelste Kapitel der Geschichte, die NS-Zeit. Die Erinnerung an diese deportierten und umgebrachten Patienten ist wichtig, gerade für die jüngere Generation.“

Bürgermeisterin Gabriele Müller erinnerte daran, dass das Klinikum in der Gemeinde Haar fest verankert sei. „Ich wünsche mir, dass noch mehr Bürgerinnen und Bürger das Museum besuchen und sich vor Ort informieren.“ Gegründet wurde das Psychiatrie-Museum, eines von zwei in Oberbayern, 2005, anlässlich des Hundertsten Geburtstages des Klinikums. Es wirft einen eindrucksvollen Blick auf 100 Jahre Psychiatrie in Haar.

Therapie und Behandlung haben sich in den vergangenen 100 Jahren stark gewandelt, und dies wird beim Rundgang durch das Museum spürbar. Erlebbar werden auch die Arbeitsbedingungen für Ärzte und Pflegekräfte. Aber auch die Krankengeschichten von berühmten Patienten wie zum Beispiel Oskar Maria Graf werden vorgestellt. Sowohl der Bezirk Oberbayern als auch das Klinikum unterstützen das Museum finanziell und personell. mm

Öffnungszeiten:

Das Museum ist jeden Sonntag von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Führungen durch das Museum sind nach Absprache möglich. Mehr Infos unter www.kbo-iak.de

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