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Gesundheitsratgeber

Neue Elastizität: Faszientraining hilft dem Rücken

Sie sind relativ unbekannt, doch ohne sie läuft in unserem Körper gar nichts – Faszien. Sie umhüllen ausnahmslos jeden Muskel, jeden Knochen, unsere Organe und auch die Nerven. Zugleich grenzen sie einzelne Muskeln voneinander ab.

Faszien sorgen dafür, dass wir uns geschmeidig und fließend bewegen können, und sie geben unserem Körper Struktur. „Vereinfacht gesagt, sind sie ein kollagenhaltiges Bindegewebe, das den Körper zusammenhält“, erklärt Harald Fechner. Allerdings setzen den Faszien Bewegungsmangel sowie Stress zu. „Bei Menschen, die in ihrem Beruf viel sitzen und wiederholt die immer gleichen Bewegungen machen – wie beim Tippen am Computer - verändert sich die Struktur des Gewebes“, erklärt der Experte. Die Fasern verkleben und werden spröde. Dadurch entstehen kleine Risse, die schmerzende Entzündungen verursachen können. 

Gezielte Übungen und Massagen können die Verspannungen der Faszien lösen. So wird neues Kollagen produziert, die Leistungsfähigkeit der Muskeln gesteigert und die Koordination verbessert. „Das festigt das Bindegewebe und macht es zugleich elastisch“. Deshalb spielt das Faszientraining auch im Rehabilitationsbereich eine große Rolle. Um die Faszien zu trainieren, sind Bewegungsabläufe gut, die sie über mehrere Muskeln und Gelenke hinweg be- und entlasten sowie in alle Richtungen dehnen. Alle zwei bis drei Tage etwa fünf bis zehn Minuten reichen aus. 

„Das kann das Muskel- und Ausdauertraining nicht ersetzen, aber ergänzen“, sagt der Experte. Ebenfalls effektive Techniken, die ähnlich beanspruchen, sind Pilates, Tai-Chi oder Qigong. „Und so paradox es auch klingen mag: Faszientraining ist nicht nur für Menschen, die keinen oder wenig Sport treiben, geeignet, sondern auch für die diejenigen, die sehr sportlich sind“, so Harald Fechner. Denn die Übungen können auch hervorragend gegen Muskelkater helfen.

So haben Verspannungen keine Chance

Die Selbstmassage mit der sogenannten Black Roll® zeigt große Wirkung: Denn durch das regelmäßige Rollen werden Muskulatur und Bindegewebe stärker durchblutet und schmerzhafte Verspannungen gelöst. Zugleich kann man die Rolle für Gleichgewichts- und Kräftigungsübungen einsetzen.

Von Ingeborg Goss-Schwarzenberg

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