Gewerbe wird mit Wohnen verknüpft

- Gemeinderäte genehmigen Architekten-Entwurf für Eglfinger Neubaugebiet

Haar (erl) - Rund 1100 Quadratmeter groß wird der Lebensmittelmarkt sein, der im Neubaugebiet Eglfing entstehen soll. Den Entwurf für das Gebäude und das anschließende Gelände stellte Architekt Gert Goergens in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor. Und die Gemeinderäte haben sich mehrheitlich für seine Vorschläge ausgesprochen.

Goergens legte eine Planstudie für einen Markt an der Ecke Annelies-Kupper-Allee und Leibstraße vor. Er stellt sich einen Vollsortimenter mit einer Ladengröße von 1100 bis 1200 Quadratmeter vor. Der aber soll - laut Vorgabe des Bauausschusses - jedoch nicht wie üblich als Flachbau mit großem Parkplatz. Stattdessen ist ein zweistöckiges Walmdachgebäude angedacht, in dem über dem Laden sowohl Büros als auch Wohnungen Platz finden könnten. Die Mischung zwischen Gewerbe und Wohnung soll verstärkt werden, indem direkt hinter dem Supermarkt über einen ruhigen Innenhof verbunden ein weiterer Wohnblock als Riegel entsteht. Es wäre auch denkbar, dass in dem dritten geplanten Riegel entlang der Annelies-Kupper-Allee einige Fachgeschäfte Platz finden. Die Parkplätze des Marktes sollen zum einen Teil vor dem Gebäude (50 Stellplätze) und zum anderen Teil in einem überdachten Parkdeck hinter dem Markt (60 Stellplätze) angeordnet werden.

Das Konzept warf trotz allgemeiner Zustimmung viele Fragen auf: CSU-Fraktionsvorsitzende Susanne Böhm befürchtet mit dem neuen Markt eine Konkurrenz für die Geschäfte der Leibstraße. Theresa Heil (CSU) plädiert deshalb dafür, in Eglfing nur einen kleineren Supermarkt und keinen Vollsortimenter zu errichten. Bürgermeister Helmut Dworzak (SPD) sieht hier jedoch eher eine Fortsetzung der Leibstraße und eine Unterstützung der bestehenden Fachgeschäfte. Einig ist man sich, auf weitere Fachgeschäfte im Dunstkreis des Supermarktes zu verzichten. Dworzak: Markt bringt Geschäften Zulauf Mike Seckinger (Grüne) macht sich Sorgen um das Verkehrsaufkommen. Da hier jedoch eine reine Ortsversorgung entstehen und sich keine überregionale Publikumsmagneten wie Lidl oder Aldi ansiedeln sollen, rechnet Dworzak zwar mit leicht erhöhtem Verkehrsaufkommen, aber dafür mit einer Entzerrung des Haarer Einkaufsverkehrs an anderen Stellen. Dietrich Keymer (CSU) empfahl dem Gemeinderat schließlich dringend eine Studie, die vom passenden Standort bis hin zum ausreichenden Einzugsgebiet alle wichtigen Komponenten für den Markt umfasst. "Ich habe täglich die Betreiber im Rathaus stehen, die teilweise sofort 15-Jahres-Verträge für einen Vollsortimenter an dieser Stelle abschließen wollen. Diese Unternehmer haben sicher ihre Studien gemacht", sagte Dworzak. Der Markt wird am Rande eines neuen Wohngebiets mit 2500 Einwohnern, einem Gewerbegebiet mit 4000 Arbeitsplätzen und direkt gegenüber dem Bezirkskrankenhaus entstehen.

Die Gemeinderäte haben schließlich das Konzept des Architekten mehrheitlich angenommen. Bürgermeister Dworzak wird nun mit dem Besitzer des Grundstücks, dem Bezirk Oberbayern, verhandeln.

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