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Golfplatz wächst ums Doppelte

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- Grasbrunn - Vorhang auf, Grasbrunn, ein neuer Visionär tritt auf: Erst Alfons Doblinger, der eine Stadt mit europäischem Charakter im Weiler Keferloh hochziehen will; jetzt hat eine GmbH angefragt, die bestehende 18 Loch-Golfanlage in Harthausen um 36 Loch zu erweitern. Diese erneute "Vision" hat Bürgermeister Otto Bußjäger (CSU) in einem Ortsteilgespräch im Bürgerhaus Harthausen öffentlich gemacht.

Im Nordwesten von Harthausen, im Anschluss an die Demos-Bebauung, Richtung Möschenfeld und entlang der M 25 soll sich der Golfplatz mit Clubheim einmal ziehen. Heute ist dort alles Ackerfläche. Der Golfplatz ist als Landschaftspark konzipiert. Landesplanerisch würde die Fläche also aufgewertet werden, sagte Otto Bußjäger. Setzt sich die GmbH durch, reihen sich in Harthausen drei komplette Golfplätze aneinander. Die Zustimmung der Regierung von Oberbayern hat der Investor laut Bußjäger bereits. Auch die Naturschutzbehörden würden den Golfplatz positiv sehen, aufgrund der Flächenaufwertung. Die Frage ist nun, ob der Golfplatz finanzierbar ist und die Grundstückseigentümer der GmbH entsprechende Flächen abtreten.

Gerüchteweise gehören 90 Prozent der Flächen bereits der GmbH. Zwei von vier oder fünf weiteren Eigentümern seien der Golfplatz-Idee gegenüber aufgeschlossen, sagte Bußjäger dem Münchner Merkur. Dennoch existiere der Golfplatz bisher nur "im Kopf des Visionärs".

Bereits am 12. Mai diesen Jahres habe der Bürgermeister eine Bürgerversammlung zum Thema Golfplatz einberufen wollen. Das scheiterte am "Visionär", der bisher keine endgültigen Pläne vorgelegt habe.

Otto Bußjäger plant Bürgerversammlung Ist sicher, dass der Golfplatz finanzierbar ist und die Grundstückseigentümer verkaufen, will Bußjäger die Meinung der Bürger hören. Passiere das bis zum 30. Juni, dann werde er "noch vor der Sommerpause" eine Bürgerversammlung einberufen.

Manchem Harthauser ist mulmig bei dem Gefühl, vielleicht einen Golfplatz vor der Tür zu haben. Die kritischen Rückfragen beim Ortsteilgespräch haben das gezeigt. Die Bürger befürchten, dass aus der Vision schnell Realität wird, wenn die Finanzierung steht und die Eigentümer ihre Grundstücke verkaufen. Das Okay der Behörden liege schließlich vor. Bußjäger suchte die Bürger zu beruhigen. Wenn der "Visionär" alle Fakten auf den Tisch gelegt habe, das Projekt aus dessen Sicht in trockenen Tüchern sei und die Gemeinde sage, wir wollen den Platz trotzdem nicht, werde der Golfplatz auch nicht gebaut.Oliver Kienzle

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