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Echte Dorfgemeinschaft: Die Harthauser 2014 bei ihrer 1200-Jahr-Feier.

Zuschuss

1000-Seelen-Dorf Harthausen will Feststadel für 800 Leute bauen

Die acht Vereine im Grasbrunner Ortsteil Harthausen wollen einen eigenen Veranstaltungsstadel haben. Ursprünglich sollte es nur eine einfache Holzhütte sein, in der die Vereine ihre Gerätschaften unterbringen können.

Grasbrunn – Im Laufe der Zeit stiegen die Ansprüche und auch Kosten, mittlerweile hätten sie gerne einen Feststadel für 800 Personen. Das Dorf hat rund 960 Einwohner; rechnet man den Weiler Möschenfeld dazu, sind es 1050. Wenn die Gemeinde den Stadl bauen würde, rechnet man mit Kosten von 485 000 Euro. „Also bauen wir selber, das kostet die Gemeinde nur noch 285 000 Euro“, sagt Günter Okon, Sprecher der Harthauser Vereine.

Acht Vereine halten fest zusammen

Acht Vereine arbeiten in Harthausen zur Wahrung von Tradition, Pflege der Geselligkeit und Vereinskultur zusammen: Burschenverein, Dorftheater, Feuerwehr, Stopselclub, Heimatkreis, Schützenverein, Stockschützen sowie Krieger- und Soldatenkameradschaft. Der Dachverein hatte alle Mitglieder zur Teilnahme an der entscheidenden Gemeinderatssitzung aufgefordert. Über 70 kamen und machten Stimmung für ihren Feststadel, in den auch die historische Kegelbahn aus Möschenfeld eingebaut werden soll.

Bürgermeister will erst das Ok des Landratsamts

Bereits 2014 hatte die CSU einen Antrag gestellt, einen Vereinsstadel in Harthausen zu errichten. „Es gab mehrere Treffen, dann haben wir ein gemeinsames Konzept dem Landratsamt vorgelegt, da wir den Flächennutzungsplan ändern und einen Bebauungsplan erstellen müssen“, sagt Bürgermeister Klaus Korneder (SPD). Das Landratsamt lehnte einen reinen Lagerstadel an der gewünschten Fläche zwischen Feuerwehr-Übungsfläche und dem Bolzplatz an der Wolfersberger Straße ab, der müsse in den Innenbereich. „Wenn die aber genau dorthin wollen, ist das Außenbereich. Das geht dann nur als Feststadel mit der Begründung, dass man Konflikte mit der Wohnbebauung durch Krach vermeiden wolle. Doch dann benötigen wir unter anderem barrierefreien Zugang, Brandschutz und große Toilettenanlagen. Die Kosten bewegen sich dann fast bei einer halben Million Euro – ob wir das genehmigt bekommen vom Landratsamt, bezweifle ich“, meint der Bürgermeister.

Wollen die Grasbrunner jetzt auch einen Stadl?

Erster Vorschlag der Vereine war dann, dass sie selbst 100 000 Euro beisteuern. „Mittlerweile sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die Gemeinde uns den Grund günstig überlässt und wir bauen selber. Denn wir müssen keine langen Ausschreibungen berücksichtigen. Die Kosten belaufen sich dann noch auf etwa 285 000 Euro, die die Gemeinde bezahlen müsste. Das haben wir von einem unabhängigen Architekten durchrechnen lassen“, sagt Günter Okon. Am liebsten hätte er dafür sofort die Zustimmung des Gemeinderats gehabt, auch die Gemeinderatsmitglieder aus Harthausen wollten das. Bürgermeister Korneder bremste. „Bevor wir 15 000 Euro für neue Baupläne ausgeben, will ich das Ok des Landratsamtes, dass wir das machen dürfen. Zudem hat Gemeinderat Hannes Bußjäger schon 2014 angekündigt, dass er bei einem positiven Bescheid sofort einen Antrag auf einen Stadl für die Grasbrunner Vereine stellen werde – das sollten wir im Hinterkopf behalten!“ Das Ziel der Harthauser Ortsvereine: Am 1. Mai 2018 muss der Stadl stehen; da stellen sie den Maibaum auf. 

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