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Der Malschüler und sein Mentor: Adrian Cipriani (13) mit seinem Lehrer Hannes Höfler.

Erste eigene Ausstellung in Grasbrunn

13-Jähriger will malen wie Monet

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Acryl mag Adrian Cipriani nicht, den Impressionismus umso mehr. Der 13-Jährige hat nun eine eigene Ausstellung - mit einem besonderen Lieblingsmotiv.

Grasbrunn – Adrian Cipriani ist mit 13 Jahren bereits ein Multitalent: Musterschüler mit hervorragenden Noten und ausgestattet mit einer beneidenswerten Begabung für die Malerei. Nun zeigt der Jugendliche aus Harthausen seine erste eigene Ausstellung im Kulturcafé des Bürgerhauses Neukeferloh.

Adrians Interesse an der Kunst begann früh: Bereits mit vier Jahren hat er den Malwettbewerb eines Möbelhauses gewonnen, der „Mein Haus“ zum Thema hatte. Detailgetreu habe Adrian dieses gezeichnet – bis zur Waschmaschine im Keller, erinnert sich seine Mutter Bianca. Heute geht ihr Sohn in die achte Klasse des Gymnasiums Höhenkirchen-Siegertsbrunn mit musischem Zweig. „Cello und Klavier spielen hat er sich selbst beigebracht“, sagt seine Mama stolz. Cello gab er aber zugunsten der Malerei mehr oder weniger wieder auf. Denn seit die Anforderungen in der Schule zunehmen, muss er mehr lernen. Mit Erfolg: Der 13-Jährige hat Bestnoten – in Mathe, Biologie und allen weiteren Fächern. Die Eins in Kunst habe er aber nicht abonniert, „manches liegt mir einfach nicht“, sagt Adrian.

Landschaft muss es sein

Sein Lieblingsmotiv sind Landschaften. Mittlerweile hat er sich Utensilien wie Staffelei, Farben und Pinsel überwiegend erspart, und zieht damit auch in Harthausen und Umgebung umher. Seine Motive, wie die Allee nach Möschenfeld, malt er am liebsten in Öl oder Aquarell, „Acryl ist nicht so mein Ding.“ Er liebt die impressionistische Malerei, seine Vorbilder sind William Turner und Claude Monet.

Zu denen könnte er durchaus aufschließen, glaubt Adrians Mentor und Lehrer, Hannes Höfler. „Adrian kann etwas, das muss nur noch ausgebaut werden. Der Junge gehört gefördert.“ Adrian könne mit wenigen Strichen etwas ausdrücken, habe ein hervorragendes Gespür für Licht und Schatten sowie die Perspektive. Einmal im Monat arbeiten die beiden zusammen, denn „Fleiß und Arbeit gehört dazu“, betont Höfler.

Maler, Arzt oder Forscher? Mal sehen

Das sieht Mutter Bianca Cipriani genauso. Klar müsse man ihn fördern, „er muss es machen dürfen“. Adrian ist der einzig malerisch Begabte in der Familie. Vielleicht hätten ja die Ur-Ur-Oma väterlicherseits und die Ur-Oma mütterlicherseits durchgeschlagen, mutmaßt Cipriani. Beide waren der Malerei zugetan. Ob er ein Kunststudium oder Maler als Beruf anstrebt, weiß Adrian noch nicht. „Vielleicht verkaufe ich auch Versicherungen, oder ich forsche oder werde Arzt.“ Die Zukunft ist offen, die Malerei begleitet Adrian Cipriani auf seinem Weg.

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