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Genervt von Rasern: das Ehepaar Kathrin und Thomas Ostner, das an der Zornedinger Straße wohnt.  

An der Zornedinger Strasse in Harthausen

Anwohner empört: „Alle brettern durch unsere Straße“

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Die Anwohner sind sauer: Durch die Zornedinger Straße rasen die Autos mit viel zu hohem Tempo. Es gab daraufhin bereits eine Untersuchung.

Harthausen – Am meisten nervt der Lärm. Und gefährlich ist es auch, wenn durch die Zornedinger Straße in Harthausen immer mehr Autos mit überhöhter Geschwindigkeit brettern. Erlaubt sind 30 Stundenkilometer, doch daran hält sich kaum einer, meint Thomas Ostner. „Und es wird von Tag zu Tag schlimmer“, sagt der 38-Jährige, der seit sechs Jahren mit seiner Frau Kathrin (37) und seinen Söhnen Benjamin (11) und Fabian (7) an der Zornedinger Straße wohnt. Auf dem Dorf.

Aber mit der Idylle gleich hinter dem Golfplatz ist es vorbei. „Vom Mautpreller-Lkw bis zu allen, die die Wasserburger Landstraße zwischen München und Zorneding vermeiden wollen, brettern mittlerweile alle bei uns durch“, schimpft Ostner. Das wollen er und andere Anlieger nicht mehr hinnehmen.

Die Ostners haben bei den Nachbarn Unterschriften gesammelt. 60 haben ihren Namen gesetzt unter die Forderung: „Ich bin dafür, dass eine Geschwindigkeitsmessung in der Zornedinger Straße, zwischen Hauptstraße und Ortseingang Harthausen aus Richtung Zorneding, durchgeführt wird, in einem größeren Zeitraum, mehr als drei Monate.“ Diese Unterschriftenliste haben die Ostners Bürgermeister Klaus Korneder (SPD) überreicht.

30 km/h erlaubt

Mit dabei: Dritter Bürgermeister Michael Hagen (CSU), dem die Anwohner aus der Zornedinger Straße ihre Probleme geschildert haben. „Den Anwohnern ist bewusst, dass es bislang ihr subjektives Empfinden ist, dass viele Autofahrer zu schnell sind. Dennoch sind sie sich sicher, dass viele die 30 Stundenkilometer überschreiten“, sagt Hagen.

Bei dem Gespräch im Rathaus haben Anwohner und Hagen immerhin eine zweiwöchige Verkehrsmessung ausgehandelt. Die hat schon stattgefunden, in den letzten beiden Juli-Wochen vor den Sommerferien. „Das Ergebnis steht aber noch aus“, sagt Hagen. Was er auch schon vielen Anwohnern habe sagen müssen, die fragten natürlich nach. „Besonders der Berufsverkehr ist eine der Belastungsspitzen, unter der die Anwohner zu leiden haben“, sagt er.

„Sorgen um die Sicherheit der Kinder“

Die Anlieger der Zornedinger Straße erhoffen sich eine Lösung. „Wir machen uns Sorgen um die Sicherheit unserer Kinder“, sagt Thomas Ostner. Bisher versuchen Anwohner, Autofahrer mit Gesten zu bewegen, vom Gas zu gehen. „Aber da erntest du nur Kopfschütteln oder spöttisches Lachen.“  

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