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Soll umbenannt werden, zum Ärger von Johann Hiltmair: Die Kirchenstraße in Harthausen. Gemeinderat Johann Hiltmair, der dort wohnt, sieht darin „reine Willkür“.

Umbenennungen geplant

Doppelte Straßennamen verwirren Rettungsdienst und Post

Grasbrunn – Seit Jahren wird in der Flächengemeinde Grasbrunn über die Umbenennung von Straßen diskutiert, die in verschiedenn Ortsteilen doppelt vorkommen. Das bereitet Rettungsdiensten und der Post Probleme. 

„Mir war das immer ein viel zu heißes Thema, das haben wir nicht angelangt“, sagt der frühere Bürgermeister (bis 2008) und heutige stellvertretende Landrat Otto Bußjäger (FW) schmunzelnd. Nun sollen in Harthausen die Garten-, Wald- und Kirchenstraße, in Neukeferloh der Grasbrunner Weg neue Namen erhalten. Für Gemeinderat Johann Hiltmair (BFG) eine „reine Willkür und ohne jegliche Not!“

„Keineswegs“, antwortete Bürgermeister Klaus Korneder (SPD). „Immer wieder stand dieses Thema auf der Tagesordnung, im Oktober haben wir uns nach einem Jahr intensiver Diskussion auf das jetzige Vorgehen geeinigt. Das Problem der doppelten Straßennamen existiert sehr wohl für Rettungsdienste und die Post.“

Johann Hiltmair ist gegen Umbenennungen

Hannes Bußjäger (FW), Kommandant der Feuerwehr Grasbrunn, kann dies nur bestätigen: „Wir haben es viele Male erlebt, dass Krankenfahrzeuge aus München kommen und vom Navi in die Kirchenstraße nach Harthausen gelotst werden, wir aber in Grasbrunn gewartet haben. Oder als das Feuerwehrgebäude in Grasbrunn umgebaut wurde, erhielt ich bestimmt 100 Anrufe von Handwerkern, weil die in Harthausen standen und dort keine Feuerwehr fanden.“ Er wisse auch von häufig fehlgeleiteten Postsendungen an die Firma Schmidt Haustechnik, die in Grasbrunn beheimatet ist, deren Post aber in Harthausen lande. „Die gleichen Probleme gibt es auch bei den anderen doppelten Straßennamen“, sagte Hannes Bußjäger.

Doch Johann Hiltmair hielt ein flammendes Plädoyer für die Beibehaltung der aktuellen Namen. „Unsere Familie ist seit über 100 Jahren in der Kirchenstraße in Harthausen und meine Firma seit 18 Jahren. Noch nie gab es falsche Post. Es gibt auch kein Chaos, wie in der Zeitung stand. Meine Firma verursacht bestimmt mehr als 50 Prozent des Verkehrs und der Post in unserer Kirchenstraße, da gibt es keine Probleme“, versicherte er. Für ihn ist die Umbenennung eine reine Willkür ohne Sinn und Not. „Wenn die in Grasbrunn Probleme haben, dann sollen sie doch ihre Kirchenstraße umbenennen!“, rief Johann Hiltmair.

Klare Mehrheit von 19:1 Stimmen

Der Gemeinderat beschloss trotzdem mit 19:1 Stimmen, dass noch im Januar Bürgerversammlungen in den betroffenen Straßen stattfinden, also in der Wald- und Kirchenstraße in Harthausen sowie im Grasbrunner Weg in Neukeferloh, bei denen sich die Anwohner mehrheitlich auf einen neuen Namen einigen sollen. Für jede Straße steht eine ganze Reihe an Vorschlägen bereit. Die Änderungen sollen im Februar-Gemeinderat beschlossen und dann nach und nach die Umbenennungen vollzogen werden.

„Wir werden für die Bürger Listen erstellen, wo sie überall ihren neuen Straßennamen bekannt geben müssen, etwa für den Nachsendeservice der Post“, sagte Korneder. Bereits einig sind sich die Bewohner der Gartenstraße in Harthausen. Aus Vorschlägen wie Sonnen-, Jordan-, Maibaum-, Adalbert- oder Saxostraße einigten sie sich auf „Rosenstraße“ als neuen Namen. 

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