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Eine Glocke als Geschenk: Sie soll Minister Markus Söder an seine Worte beim Keferloher Montag erinnern, damit er sie auch umsetzt. Bei der Übergabe: (v.l.) Landtagsabgeordneter Ernst Weidenbusch, Landrat Christoph Göbel, Söder, Thomas Grupp und Nina Angerbauer.

Verein vor Führungswechsel

Fällt das CSU-Monopol beim „Keferloher Montag“?

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Keferloh – Klaus Rieger will offensichtlich den Vorsitz bei den Keferloher Freunden abgeben. Aus gesundheitlichen Gründen möchte er kürzer treten, sagen Vereinsmitglieder. Beim „Keferloher Montag“ hatte Rieger nicht die Eröffnungsrede gehalten. Es war Ricky Steinberg, der Wirt vom Münchner Hofbräukeller, der Gäste und Hauptredner, Finanz- und Heimatminister Markus Söder (CSU), begrüßte. Rieger selbst war gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Wie Steinberg sagt, soll es womöglich bereits während der Wiesn Gespräche geben über den Wechsel an der Vereinsspitze. Wer Riegers Nachfolger werden könnte, ist offen. Albert Ostler, derzeit Vize, wolle das Amt nicht übernehmen, weil er beruflich viel unterwegs sei, sagt Steinberg. Auch er selbst will sich nicht zur Wahl stellen: „Ich kenne zu wenig Leute, andere sind viel länger dabei und haben bessere Kontakte.“

Suche nach neuem Vorsitzenden

Für Steinberg wäre Carl Trautmann eine gute Lösung. Doch der winkt ebenfalls ab. Sagt aber, es gebe einen Kandidaten aus der alten Riege, den er im Auge habe. Wer das ist, behält Trautmann für sich. Er sagt, nach der Wiesn werde es eine Sitzung des Vereins geben, in der über die Nachfolge entschieden werde.

Probleme mit dem Rahmenprogramm

Wie mehrfach berichtet, hat der Verein seit einiger Zeit Probleme mit seiner Traditionsveranstaltung, dem „Keferloher Montag“. Nicht nur in finanzieller Hinsicht: Einst als Großereignis über mehrere Tage für die Landwirtschaft konzipiert, hat die Veranstaltung in den vergangenen Jahren an Interesse eingebüßt. Immer weniger Menschen interessieren sich für das Rahmenprogramm mit Maschinenschau, Bullenschätzen und Greifvogelschau. Nur der Festredner am Montag zieht das Publikum an. In der Folge hat der „Keferloher Montag“ in diesem Jahr tatsächlich nur noch am Montag stattgefunden.

Bauernverband könnte sich sperren

Das darf nicht so bleiben, sind sich die Vereinsmitglieder einig. Sie hoffen, mit einem neuen Konzept wieder mehr Leben nach Keferloh bringen zu können. Dazu könnte laut Steinberg auch gehören, die Bandbreite der Festredner zu erweitern. Nicht nur CSU-Größen sollten in Zukunft im Festzelt sprechen, sondern auch die Mitglieder anderer Parteien. Er weiß aber, dass das dem Bayerischen Bauernverband, der eng mit dem „Keferloher Montag“ verbunden ist, nicht so ganz schmecken wird. Denn die Mehrzahl der Landwirte in Bayern wählt CSU.

Wobei: Auch Klaus Korneder, dem SPD-Bürgermeister von Grasbrunn, käme solch neue Offenheit sicher gelegen. Jahr um Jahr muss er sich des einen oder anderen Seitenhiebs der Festredner erwehren. Söder etwa rief ihm am Montag zu, er solle gut zuhören, dann könne er womöglich noch etwas lernen.




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