Der alte Bauernhof in Harthausen
+
Der alte Bauernhof in Harthausen sollte eigentlich schon längst abgerissen sein. Im Frühjahr 2021 soll es endlich losgehen und dann 18 kostengünstige kommunale Wohnungen vor allem für Gemeindemitarbeiter und Feuerwehrleute entstehen.

Gemeinde kann finanziell aufatmen

Diese Projekte packt Grasbrunn 2021 an

  • Bert Brosch
    vonBert Brosch
    schließen

Angesichts eines dick gefüllten Säckels mit 16,6 Millionen Euro Rücklagen Ende 2019 sowie eines Steueraufkommens 2020, das sich im November noch deutlich im Plus befand, blickt die Gemeinde Grasbrunn zuversichtlich ins Jahr 2021.

Grasbrunn – Die neue Turnhalle fertigstellen, die alte abreißen für die Ganztagsbetreuung, neue Standorte für Wertstoff- und Bauhof: Das sind die großen Projekte für dieses Jahr.

Turnhallen

Fast 20 Jahre wurde sie geplant, verworfen, umgestellt. Spatenstich war für die 45 Meter lange, 22 Meter breite und 3,60 Meter tief im Boden versenkte Halle Ende Februar. „Viel Glas, viel helles Holz und ein Großteil im Boden, das macht die Halle optisch leicht“, sagt Architektin Stefanie Fuchs. Fertig soll sie zum Schuljahresbeginn 2021/22 im September sein, bislang ist alles im Zeit- und Kostenplan, das Dach ist drauf, die Fenster drin, die Handwerker befassen sich jetzt mit dem Innenausbau. Einige Gewerke wurden sogar günstiger als kalkuliert, das gab es schon lange nicht mehr bei öffentlichen Bauten, fast 200 000 Euro werden eingespart. „Wir werden den Zeitplan und die kalkulierten 8,5 Millionen Euro Gesamtkosten einhalten können. Es ist schön“, sagt Bürgermeister Klaus Korneder (SPD), „dass bei öffentlichen Bauvorhaben wieder mehr Angebote eingehen zu vernünftigen Preisen. Die Baubranche hat sich offensichtlich wieder beruhigt.“

Schulerweiterung

Sobald die neue Halle für die Schule wie auch Vereine zur Verfügung steht geht es laut Korneder darum, die alte Halle abzureißen und die Fläche einer neuen Bedeutung zuzuführen. Geplant ist eine Erweiterung der Schule in Form von Ganztagsschule oder Mittagsbetreuung. „Dann wird die aktuelle Mittagsbetreuung wieder für die Schule nutzbar, so schaffen wir für einige Jahre ausreichende Reserven.“

Bauhof

Viel zu eng ist es auf dem Neukeferloher Wertstoffhof an der Leonhard-Stadler-Straße. Obgleich den Mitarbeitern seit Jahren außerordentliche Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft attestiert wird, herrscht angesichts der drangvollen Enge kein gutes Arbeitsklima. Das Szenario wurde weiter verschärft durch den Brand beim Garchinger Recycler. Seit Juli muss darum jede Gemeinde Elektroschrott selber sammeln, offiziell in sieben verschiedenen Fraktionen. Unmöglich in der Neukeferloher Enge.

Der Bauhof in Grasbrunn ist einfach zu klein. Vor allem Bürger, die im Eingangsbereich parken, blockieren oft die Zufahrt für die großen kommunalen Fahrzeuge.

„Wir brauchen einen neuen Wertstoffhof, ebenso einen neuen Bauhof, der in der Grasbrunner Ekkehartstraße ist auch deutlich zu klein. Wir haben noch keine konkreten Pläne, das müssen wir 2021 angehen“, betont Bürgermeister Korneder.

Wohnungsbau

Sehr konkret sind die geplanten 18 kostengünstigen, kommunalen und barrierefreien Wohnungen zwischen 35 und 101 Quadratmetern in der Hauptstraße in Harthausen. „Im Frühjahr 2021 wird abgerissen, dann ist Baubeginn. Gemeindebeschäftigte und Mitglieder der Feuerwehren werden bei der Vergabe bevorzugt.“

Glasfaser

Nach wie vor gibt es im gesamten Gemeindegebiet Probleme mit schnellen Internetverbindungen. Seit Jahren versucht die Gemeinde als Mittler den Ausbauprozess der Deutschen Telekom zu beschleunigen. Das Ziel, auch durch bei allen Tiefbaumaßnahmen mitverlegten Leerrohren, ist ein gemeindeeigenes Glasfasernetz.

Photovoltaik

Die Photovoltaik im Ort wird weiter ausgebaut: Durch die Energieagentur Ebersberg-München, die kostengünstig Hausbesitzer berät. Eine private PV-Anlage ist auf dem Gelände der Fackler GmbH als Nachfolgenutzung für das Kieswerk geplant, damit können 3000 Haushalte mit Strom versorgt werden.

Finanzen

Noch steht der Haushalt für 2021 nicht endgültig fest. Im November konnte Kämmerer Sebastian Stüwe ein Plus bei der Gewerbesteuer und moderate Rückgänge bei der Einkommenssteuer vermelden. Angesichts des gefüllten Rücklagen-Kontos sieht es nicht schlecht aus. „Ich bin zuversichtlich, dass wir kein Minus machen werden“, verspricht Korneder.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare