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Zweisprachig betreut: Grasbrunn bekommt neue Großtagespflege - Dann geht's los

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Von: Bert Brosch

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Das Bürgerhaus Grasbrunn.
In das Erdgeschoss des Grasbrunner Bürgerhauses zieht die Großtagespflege ein. © Bert Brosch

Ins Erdgeschoss des Bürgerhauses in Grasbrunn zieht eine Großtagespflege ein, die schon bald den Betrieb aufnehmen soll. Für die Erstausstattung gibt es einen Zuschuss von der Gemeinde.

Grasbrunn – Im Februar stellten Barbara Megej und Maike Weber ihr Konzept für eine zweite Großtagespflege in Grasbrunn im Erdgeschoss des Bürgerhauses vor. Mittlerweile änderten sie ihr Konzept in eine „bilinguale Kinderstube“, in der zehn Kinder auf Deutsch und Englisch betreut werden. Der Gemeinderat gewährte nun 6000 Euro für die Erstausstattung.

Seit Juli 2017 betreiben Weber und Megej ihre Großtagespflege „Die gute Kinderstube“ im Technopark Neukeferloh. Bereits damals wurde beschlossen, dass sie in die freiwerdende Wohnung am St.Ulrich-Platz mit einer weiteren Großtagespflege einziehen wollen. Vorher mussten dort die Grasbrunner Projektentwicklung sowie die Gemeindewerke ausziehen und in die ehemalige Kreissparkasse gegenüber dem Neukeferloher Rathaus wechseln (wir berichteten). Durch einen Wasserschaden und viele Umplanungen wurde die Sparkasse aber erst kürzlich fertig, nun kann die neue, bilinguale Großtagespflege ab September starten.

Bürgermeister: Darum ist die Großtagespflege so interessant

Zehn Kinder zwischen einem und normal sechs Jahren, theoretisch aber sogar bis zu 11 Jahren, werden dort fünf Tage von 8 bis 16.30 Uhr betreut. Das Raumkonzept sieht keine Freiflächen als Außenspielbereich vor. Vielmehr nutzt die Einrichtung öffentliche Spielplätze.

Die Betreiberinnen stellten nun den Antrag auf einen Zuschuss für die Erstausstattung. Nach Rücksprache der Gemeinde mit dem Kreisjugendamt ist dieser üblich. Die Nachbargemeinden gewähren zwischen 10 000 und 100 000 Euro. Für die die aus ihrer Sicht erforderliche Erstausstattung zum Betrieb der Großtagespflege, etwa Bettwäsche, Handtücher, Spielzeug und Geschirr, stellten die Betreiber einen Antrag auf 12 668 Euro. „Wir schlagen die Übernahme von 6 000 Euro vor. Eine Großtagespflege ist für die Gemeinde sehr interessant, da im Gegensatz etwa zu einem Neubau einer Kindereinrichtung nur sehr wenig Investitionen notwendig sind“, sagte Bürgermeister Klaus Korneder.

Eine Großtagespflege sei flexibel, die Gemeinde werde in der nahen Zukunft bestimmt Bedarf für mehrere haben. „Mit den beiden Träger-Damen haben wir seit Jahren nur die besten Erfahrungen“, lobte Rathauschef Korneder. Der Gemeinderat sah das ebenso und gewährt die 6000 Euro Zuschuss.

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