Landwirt Georg Bockmaier steht auf seinem Feld bei Grasbrunn, auf dem es gebrannt hat.
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Abgebrannt: Landwirt Georg Bockmaier versuchte noch, mit seinem Traktor eine Schneise ins Feld zu pflügen, um die Flammen einzudämmen. Erfolglos.

Brand auf Getreidefeld: Polizei sucht Zeugen

„Um mich waren Flammen“: Landwirt versuchte, Feuer einzudämmen – Ist der Brandstifter zurück?

  • Laura Felbinger
    vonLaura Felbinger
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  • Günter Hiel
    Günter Hiel
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Treibt wieder ein Brandstifter sein Unwesen östlich von München? Am Sonntag stand ein Getreidefeld bei Grasbrunn in Flammen. Der Landwirt versuchte alles, um es vor den Flammen zu retten.

  • Bei Grasbrunn sind vier Hektar eines Getreidefelds abgebrannt.
  • Schlimmer Verdacht: Treibt wieder ein Brandstifter sein Unwesen?
  • Die Polizei hofft auf Hinweise.

+++ Update, 16.34 Uhr:

Grasbrunn – Er wollte seine Ernte retten, doch auf einmal war er selbst von Flammen umgeben. Am Sonntagnachmittag gegen 17 Uhr erhielt Landwirt Georg Bockmaier (60) einen erschreckenden Anruf: Sein Getreidefeld an der Ekkehartstraße in Grasbrunn stand in Flammen. Als Bockmaier vor Ort eintraf, war die Feuerwehr bereits da – doch der Landwirt wollte nicht untätig zusehen. Deshalb fuhr er mit Traktor und angehängtem Grubber ins Feld.

„Ich wollte eine Schneise ziehen, damit sich das Feuer nicht weiter ausbreitet“, erklärt er. Allerdings ging der Plan schief. Eine Bremsleitung des Traktors überhitzte und platzte. Bockmaier kam nicht mehr vom Fleck: „Um mich herum waren Flammen.“ Schließlich musste die Feuerwehr dem Landwirt zu Hilfe eilen. Der hat den gröbsten Schaden an seinem Traktor inzwischen reparieren lassen, aber dieser ist noch das kleinere Übel. Vier Hektar des insgesamt 10 Hektar großen Getreidefeldes sind abgebrannt - noch bevor Bockmaier seine Ernte einholen konnte. „Für mich ist natürlich ein enormer Schaden entstanden. Die Fläche kommt auf etwa 8000 bis 9000 Euro“, klagt Landwirt Bockmaier.

Getreidefeld in Flammen. Die Freiwilligen Feuerwehren Grasbrunn und Harthausen löschten vier Hektar Fläche an der Ekkehartstraße.

Es ist nicht das erste Mal, dass in der Gegend ein Feld brennt. „Seit 2017 die Waldbrand-Serie begonnen hat, haben in Grasbrunn und Umgebung auch jedes Jahr drei bis vier Felder gebrannt“, sagt Feuerwehrkommandant Johannes Bußjäger. „Einmal konnten wir ein weißes Auto beobachten, dass an einem Feldrand geparkt hatte. Kurz darauf stieg Rauch vom Feld auf.“ Zum Hintergrund: Seit April 2017 treibt ein Feuerteufel zwischen Perlach, Trudering und Landkreis München sein Unwesen. Zuletzt hatte es im April 2020 im Waldgebiet Planegger Holz gebrannt. Ist der Brandstifter nun zurück?

Das Kriminalkommissariat 13 (Brandfahndung) ermittelt, konnte den oder die Verantwortlichen bisher aber nicht finden. „Ich kann mir schon vorstellen, dass es immer dieselbe Person ist, die Wälder und Felder anzündet“, sagt Bußjäger. Dazu kann die Polizei bisher keine konkrete Aussage treffen. Die Beamten ermitteln aber in Richtung Brandstiftung. Hinweise: Tel. 089/2910-0.

Der ursprüngliche Artikel:

Grasbrunn - Rund vier Hektar eines Getreidefeldes in der Nähe der Ekkehartstraße in Grasbrunn sind am Sonntag gegen 17 Uhr abgebrannt. Der Landwirt hatte noch erfolglos versucht, mit seinem Traktor eine Schneise in das Feld zu ziehen, um die Ausbreitung der Flammen einzudämmen. Dabei wurde auch noch der Traktor beschädigt, meldet die Polizei.

Feuerwehrkommandant fürchtet, dass es wieder der Serien-Brandstifter war

Möglicherweise hat jemand das Feld angezündet. Seit 2017 treibt ein Brandstifter in der Region sein Unwesen, legt Feuer in Wald- und Grasflächen, erinnert Johannes Bußjäger, Kommandant der Feuerwehr Grasbrunn. Pro Hektar vernichtetes Getreide müsse man mit 1500 Euro Verlust für den Landwirt rechnen.

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