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Zur Erinnerung eine Nelkenzierkirsche: Ingrid Röser mit dem Geschenk von Bürgermeister Klaus Korneder und ihrer – jetzt ehemaligen – Gemeinderatskollegen.

Bürgermedaille für eine Unermüdliche

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Ingrid Röser aus Grasbrunn ist extrem vielseitig engagiert fürs Gemeinwohl. Als Dank dafür hat sie die Bürgermedaille erhalten. Eines ihrer Ämter gibt sie jetzt aber ab.

GrasbrunnZehn Jahre lang saß Ingrid Röser (68) im Grasbrunner Gemeinderat – zunächst für die Grünen, 2014 wechselte sie zu den Freien Wählern. Nun ist sie aus dem Gremium ausgeschieden. „Jetzt ist es genug, aufgrund meines fortgeschrittenen Alters und aus familiären Gründen bin ich nicht mehr imstande, mein Ehrenamt als Gemeinderätin auszuüben“, sagte sie über ihre Entscheidung. Als Dank für ihren Einsatz hat sie zum Abschied die Bürgermedaille der Gemeinde bekommen.

Ingrid Röser ist eine Frau, die für die Gemeinschaft lebt: Neben ihrer Arbeit als Gemeinderätin engagiert sich die gelernte Sekretärin, die mit Ehemann Klaus zwei Kinder hat, seit Jahren in zahlreichen Organisationen (siehe Abspann). Wenn dann noch privat Zeit bleibt, interessiert sie sich für Theater, Kunst und Musik, wandert, schwimmt und reist gerne.

Insgeheim würde sie an so mancher Stelle kürzertreten, doch sie weiß: „Es ist natürlich schwer zurückzufahren, da sich die Vereine sowieso schwertun.“

Grasbrunns Bürgermeister Klaus Korneder (SPD) bedankte sich sehr herzlich und ehrlich bei Röser: „Wir haben offen miteinander um die Sache gestritten und wir haben miteinander für andere Punkte gekämpft – es war immer eine Freude, mit dir gemeinsam im Gemeinderat zu arbeiten.“

Ingrid Röser war am 6. Mai 2008 als Gemeinderätin vereidigt worden, nur eine Woche nach Korneders Amtsantritt als Bürgermeister. „Ich habe stets so gestimmt, wie es auch mir als Bürger richtig erschien“, sagt Röser heute. Als etwa die Grünen die Baumschutzverordnung einbrachten, habe sie nicht mitgehen können. „Du hast immer für das gekämpft, was dir wichtig und richtig erschien – und das war sehr gut so“, sagte Korneder. Er könne es gut verstehen, wenn sie ihr Ehrenamt als Gemeinderätin, das doch enorm viel Zeit und Engagement fordere, vor allem bei Abendsitzungen, nun hinter die Familie zurückstellen wolle. „Auch wenn ich deinen Rückzug natürlich bedauere.“ Korneder sagte, er sei aber sicher, dass Röser dank ihres vielseitigen Engagements ganz bestimmt regelmäßig mit ihm zusammentreffen werde. „Da du dir auf keinen Fall Blumen zum Abschied gewünscht hast, weil man die nur abschneidet und sie schnell verwelken, überreiche ich dir eine Nelkenzierkirsche, an der du dich gemeinsam mit deinem Ehemann Klaus an den Grasbrunner Gemeinderat erinnern sollst“, sagte Korneder. Die Grasbrunner Gemeinderäte applaudierten stehend. Und Röser sagte. „Es war eine tolle Zeit im Gemeinderat und ich habe für mein Leben sehr viel gelernt.“ Nachfolgen im Amt als Gemeinderätin wird ihr Susanne Jaspert.  bb

Unendliches Engagement

Bis zum Jahr 1992 arbeitete Ingrid Röser im Elternbeirat der Grundschule Grasbrunn mit, bis 2012 im Jugendzentrum Vaterstetten. Seit 20 Jahren ist sie im Förderverein der Musikschule Vaterstetten aktiv. Sie hat die Bürgerwerkstätte „Neue Bürgerbewegung und Ehrenamt“ ins Leben gerufen, sich als Sammelstellen-Leiterin für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ und als Initiatorin der „Plötzlich ist man allein-Gruppe“ einen Namen gemacht. Zudem kennt man sie als Organisatorin des „Grasbrunner Ferienprogramm“, als Vorstand des Eigenheimervereins Neukeferloh, als Organisatorin eines Nordic-Walking-Treffs, als Mitglied im Tennisclub sowie als aktive Größe bei der Gemeindepartnerschaft mit Le Rheu.

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