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Staufalle Haltestelle: Bis zu zwei Busse warten an der Lehnerstraße nach dem Fahrplanwechsel im Dezember – teilweise bis zu 16 Minuten lang. 

Wegen des neuen Fahrplans

Lehnerstraße: Damit Busse nicht 16 Minuten auf Straße stehen, sollen sie jetzt hier warten 

  • Bert Brosch
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Nach dem Fahrplanwechsel im Dezember müssten Busse an der Haltestelle Lehnerstraße 16 Minuten warten. Damit sie nicht auf der Straße stehen, sucht die Gemeinde nach Alternativen.

Grasbrunn – Eine Fahrplanumstellung führt ab Dezember dazu, dass Busse die Haltestelle Lehnerstraße in Grasbrunn deutlich öfter anfahren als bisher. Gleichzeitig erhöht sich für einige Busse die Standzeit von zwei auf 16 Minuten. Dies ist dann nicht mehr auf der Straße oder dem Gehweg möglich, daher will die Gemeindeverwaltung die Haltestelle um 200 Quadratmeter vergrößern. Der Gemeinderat lehnte das jedoch ab und schlug stattdessen den Hiltmair-Parkplatz vor, der nur wenige Meter entfernt liegt.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember geht ein neues Konzept für die MVV-Regionalbuslinie 212 einher, die von Neuperlach über Neubiberg, Ottobrunn, Putzbrunn bis Grasbrunn verkehrt. Endhaltestelle: Lehnerstraße. Dort wendet der Bus und fährt zurück. Dazu hat er bislang zwei Minuten Zeit, ab Dezember aber 16 Minuten –sprich: Er muss warten. Außerdem erhöht sich die Taktfrequenz von stündlich auf alle 20 Minuten tagsüber. „Die Haltestellen an der Lehnerstraße sind nicht barrierefrei, wir müssen da also sowieso etwas tun“, erläuterte Bürgermeister Klaus Korneder (SPD). Zudem müsse die Haltestelle länger werden, damit der wartende Bus – manchmal seien es sogar zwei, weil die Linie 240 von Neukeferloh nach Grasbrunn dort auch hält – Platz findet. Die neue, 2,50 Meter breite Busbucht, ortseinwärts nach Grasbrunn auf der Möschenfelder Straße, soll daher um rund 200 Quadratmeter erweitert und seitlich der Straße gebaut werden. Als reine Baukosten kalkuliert das Ingenieur-Büro Schmidt & Potamtis 145 000 Euro. Allerdings ohne Grunderwerb.

Eine Option mit belasteter Vergangenheit

Max Walleitner (Grüne) machte sehr deutlich, dass seine Fraktion diese Pläne ablehnt. „Wenn man den Grund noch dazu rechnet, kostet das mindestens 300 000 Euro, dafür versiegeln wir 200 Quadratmeter Ackerland – niemals!“, betonte er. Sein Vorschlag: „Auf dem Hiltmair-Parkplatz, der schon ewig versiegelt ist und völlig unbenutzt daliegt, wäre genügend Platz.“ Iris Habermann (SPD) allerdings erinnerte daran, dass die Gemeinde im Juni 2018 vor dem Verwaltungsgericht gegen Josef Hiltmair geklagt hätte, weil der seinen Parkplatz nach dem Wegzug der Firma Kugler einem Busunternehmen vermietet hatte.

Den Parkplatz, sagte Bürgermeister Korneder, sei durchaus eine Alternative, die man in Erwägung ziehe, „aber wir wollen den Busverkehr nicht in ein Wohngebiet holen, das wäre aus meiner Sicht nicht optimal“. Johannes Bussjäger (FWG) erwiderte, dass es damals um 20 Busse jede Nacht gegangen sei, die am Morgen lautstark warmliefen. „Jetzt geht es ab und zu um einen oder zwei Busse“, wandte er ein. „Die mindestens 200 000 Euro für die neue Busbucht können wir dringend wo anders brauchen.“ Seine Fraktion habe bereits Gespräche mit dem Parkplatzbesitzer geführt, der dem Projekt offenbar positiv gegenüber stehe.

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Korneder wollte nicht die komplette bisherige Planung „in die Tonne treten“, da die Gemeinde die neue Busbucht oder eine andere Lösung bis zum Frühjahr 2020 unbedingt aufrechterhalten wolle. „Daher werden wir rasch mit Herrn Hiltmair und mit den Anwohnern sprechen“, sagte der Bürgermeister, „dass wir möglichst in der nächsten Sitzung eine Entscheidung fällen können.“

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