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Neben der alten Sporthalle auf dem Bolzplatz in Neukeferloh entsteht eine neue Zweieinhalbfach-Turnhalle.

Nach zehn Jahren

„Historische Entscheidung“ pro Turnhalle

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Seit fast zehn Jahren diskutieren die Grasbrunner Gemeinderäte über den Bau einer neuen Sporthalle. Nach unzähligen Sitzungen diverser Arbeitskreise gibt es nun tatsächlich ein Ergebnis

Grasbrunn – Nach unzähligen Sitzungen diverser Arbeitskreise gibt es nun tatsächlich ein Ergebnis: In Neukeferloh wird auf dem Bolzplatz neben der heutigen Halle eine 2,5-fache Halle plus zwei Gymnastikräume gebaut. Die alte Halle wird nach der Fertigstellung abgerissen.

Es war der Startschuss, nun geht es in eine europaweite Ausschreibung und Planung. Die neue Halle soll 45 Meter lang und 22 Meter breit sein, fünf Meter schmaler als eine Dreifachhalle. Kalkuliert wird das Projekt auf 4,5 bis 5,5 Millionen Euro. Zum Vergleich: Eine Dreifach-Halle würde etwa 6 bis 7,5 Millionen Euro kosten.

Diese hätte die CSU deutlich lieber gebaut. Die sechs CSU-Gemeinderäte stimmten gegen die Halle in ihrer nun beschlossenen Variante.. Und zwar, „weil eine Dreifach-Halle groß genug ist für höhere Ligen und größere Sportveranstaltungen“, begründete Ursula Schmidt. Und: „Wir wollen die Halle im Sportpark und nicht neben der Schule.“ Aus ihrer Sicht gibt es nicht genügend Parkplätze an der Leonhard-Stadler-Straße, zudem würde unnötig Verkehr in die ruhige Gegend gelockt. „Ist an einem Samstag ein größeres Sportturnier in der Halle, zeitgleich eine Veranstaltung im Bürgerhaus sowie der Wertstoffhof geöffnet: Dann entsteht dort ein totales Verkehrschaos.“ Zudem, ergänzte Schmidt, gebe es eine Gaststätte im Sportpart, wohingegen es in Neukeferloh keinen Gastronomiebetrieb gibt. „In zehn Jahren brauchen wir eine neue Schule, und dann haben wir da keinen Platz mehr“, fürchtet Schmidt.

Bürgermeister Klaus Korneder (SPD) entgegnete, dass aus seiner Sicht so schnell kein Schulbau in Planung oder notwendig sei. „Schule und Sportverein warten dringend auf die neue Halle und wollen sie genau dort, nämlich im Ort. Unser Ziel war immer eine neue Halle maximal fünf Gehminuten von der Schule entfernt – das wäre im Sportpark unmöglich. Und die alte Halle zu behalten wäre ein zu großer finanzieller Aufwand.“

Hannes Bussjäger (FW) wies auf die lange Zeit hin, die es für diese Entscheidung brauchte. Er saß seit 2008 in verschiedenen Gremien zum Turnhallenbau, „jetzt ist das Jahr 2017 vorbei und wir haben noch nichts. Auch uns wäre eine Dreifachhalle lieber, aber aus Kostengründen akzeptieren wir die zweieinhalbfache“. Ulrich Hammerl (SPD), Vorsitzender des TSV Haar, ist froh über die Lösung: „Wir können alle Sportarten in jeder der drei Hallenteile betreiben. In der ganzen Halle können problemlos Turniere in Handball, Fußball oder Volleyball ausgetragen werden.“ Es gebe aus seiner Sicht keinen Grund für eine Dreifachhalle. Auch Max Walleitner (Grüne) wollte eine Entscheidung, „wir konnten uns vor Jahren auf keinen Standort einigen. Das ist der richtige“.

Er wies daraufhin, dass auf ausreichend Umkleidekabinen zu achten sei, zumal verschiedene Sportarten oder Teams gleichzeitig in der Halle sein könnten. Korneder sagte, dass diese Details Teil der Ausschreibung und Architekten-Vorschläge werden. Mit 14:6 votierte der Rat für die Halle. „Endlich“, sagte Ingrid Röser (FW). „Eine historische Entscheidung.“

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