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Erst mal keine Asphalt-Radwege durch Wald - „Wir machen an anderer Stelle weiter“

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Von: Bert Brosch

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Auch wenn es mit den beiden Radwegen durch den Wald nicht klappt, will die Gemeinde so schnell wie möglich einen Radweg von Harthausen nach Möschenfeld durch den Landkreis bauen lassen.
Auch wenn es mit den beiden Radwegen durch den Wald nicht klappt, will die Gemeinde so schnell wie möglich einen Radweg von Harthausen nach Möschenfeld durch den Landkreis bauen lassen. © bb

Da lässt sich die Gemeinde Grasbrunn nicht entmutigen. Auch wenn die Fördertöpfe für „Radwege im Wald“ leer sind, hat sie bereits beim Landratsamt den nächsten Radwegausbau eingereicht.

Grasbrunn – Im Rahmen des Förderprogramms „Radwege im Wald“ hatte sich die Gemeinde Grasbrunn um Gelder für asphaltierte Radwege von Möschenfeld nach Neukeferloh und von Harthausen nach Grasbrunn bemüht. Aber die Fördergelder sind weg. „Wir machen an anderer Stelle weiter“, sagt Bürgermeister Klaus Korneder (SPD).

Noch immer fehlen viele Radweg in und um die Gemeindeteile Grasbrunn, Neukeferloh, Harthausen und Möschenfeld. Da kam die Offerte des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr an die Landkreiskommunen gerade recht, sich im Zuge der Radoffensive Klimaland Bayern für das Förderprogramm „Radwege im Wald“ zu bewerben. Forst- und Waldwege sollten durch Asphaltierung aufgewertet und mit bis zu 90 Prozent der Kosten gefördert werden.

Mögliche Radwege im Wald geprüft

Die Grasbrunner Verwaltung prüfte daraufhin mögliche Radwege im Wald, die sich für eine Aufnahme in des Förderprogramm eignen würden. „Wir reichten die beiden Wege von Möschenfeld nach Neukeferloh, das Haflstrassl sowie die Verbindung von Harthausen nach Grasbrunn im Wald ein. Es gab dafür zwar keinerlei konkrete Pläne, aber hätten wir die Förderung bekommen, hätte der Gemeinderat entschieden, ob wir die Wege ausbauen“, sagt Bürgermeister Klaus Koneder (SPD).

„Schade, aber kein Beinbruch“

Nun wurde die Gemeinde vom Landratsamt München aber informiert, dass keines der beiden eingereichten Projekte für eine Förderung ausgewählt wurde, weil der Fördertopf leer sei. „Das ist sehr schade, aber auch kein Beinbruch, zumal uns mitgeteilt wurde, dass der Radweg zwischen Harthausen und Grasbrunn durch den Wald vom Staatsministerium durchaus als Bereicherung für die Radoffensive gesehen wird. Es gebe hier also eine Chance, dass die Gemeinde in den Jahren 2022 bis 2023 entweder nachrückt oder in zukünftigen Förderfenstern ausgewählt wird“, so Korneder. Dies sei abhängig von der weiteren Finanzausstattung der Radoffensive.

Ausbau von Möschenfeld nach Harthausen

Der Radweg vom Sportpark nach Neukeferloh ist mittlerweile fertiggestellt und wird Ende August offiziell eröffnet. Laut Korneder wird die Gemeinde am Thema dranbleiben und hat bereits beim Landratsamt den nächsten Radwegausbau eingereicht, dieser führt von Harthausen nach Möschenfeld. „Da habe ich auch bereits die schriftliche Zusage von Landrat Christoph Göbel. Dann können die Radler von Harthausen bis Neukeferloh sicher fahren“, so Korneder. Der nächste Schritt sei dann der Radweg von Möschenfeld nach Grasbrunn. Hier sind aber nach wie vor einige Grundstücke noch nicht im Besitz der Gemeinde.

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