Schulkind
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Die Filteranlagen sollen die Schüler vor einer Infektion bewahren. (Symbolbild)

Fördermittel erwartet

Ein Investment in saubere Luft: Gemeinde schafft Filteranlagen für Schule an

  • Bert Brosch
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Für die Grundschule Neukeferloh schafft die Gemeinde 27 Filteranlagen an. 64.000 Euro lässt sie sich das kosten. Sie hofft aber auch noch auf Förderungen.

Grasbrunn – Für die Klassenzimmer sowie die Räume der Mittagsbetreuung an der für die Grundschule Neukeferloh hat die Gemeinde schon vor einiger Zeit CO2-Sensoren angeschafft. Nun beschloss der Gemeinderat, für rund 64 000 Euro auch 27 Luftreinigungsgeräte zu kaufen. Bis Mitte März entscheidet sich, ob der Freistaat die Hälfte davon bezahlt.

Im vergangenen November wurden im Gemeinderat die Themen „infektionsschutzgerechtes Lüften in Schulen“ und die Förderprogramme für Investitionsmaßnahmen vorgestellt. Zum damaligen Zeitpunkt war für die Grundschule Neukeferloh nur der Einsatz von CO2-Sensoren förderfähig. Diese wurden beschafft, die Lüftungsgeräte wollte man angesichts des Lärms zunächst in Abstimmung mit Vertretern der Grundschule im Unterrichtsbetrieb testen. „Als das Luftreinigungsgerät kam, war gerade der zweite Lockdown in Kraft getreten, wir konnten es also nicht mit Kindern ausprobieren“, erläuterte Bürgermeister Klaus Korneder (SPD). „Wir haben zudem ein anderes Gerät in der Putzbrunner Grundschule besichtigt.“ Zwei Geräte kamen dadurch in die engere Auswahl, das eine kostet rund 46 000 Euro für 27 Anlagen plus jährlich 8400 Euro Wartungskosten. Das andere Gerät kostet rund 64 000 Euro bei der Anschaffung plus jährliche Filterwechselkosten von rund 2100 Euro, alle drei bis vier Jahre müssen die „Hepa- 14“-Filter für rund 11 000 Euro getauscht werden.

„Zwischen den Herstellern liegen deutliche technische und preisliche Unterschiede“

„Zwischen den Herstellern liegen deutliche technische und preisliche Unterschiede“, so Korneder. Die Lieferzeit betrage zwei bis vier Wochen. Mittlerweile werden laut Bürgermeister auch diese Geräte vom Freistaat mit 50 Prozent gefördert – „dies erfolgt allerdings in der Reihenfolge des Eingangs der Anträge bei den Regierungen, solange noch Fördermittel bereitstehen“, sagte Korneder. Um noch in den Förderkreis aufgenommen werden zu können, hat die Verwaltung im Vorgriff zum Gemeinderatsbeschluss bereits einen Fördermittelantrag für 27 Geräte in der Grundschule Neukeferloh gestellt. Ob dieser Antrag positiv entschieden wird, stellt sich voraussichtlich bis Mitte März heraus. Korneder: „Gefördert werden aktuell nur Geräte für Schulen, für Kindertageseinrichtungen gibt es noch keine Erweiterung des Förderprogramms.“ Angeschafft hat die Gemeinde die Luftreiniger, weil sie neben dem weiterhin üblichen regelmäßigen Lüften helfen sollen, die Klassenzimmer virenfrei zu bekommen. „So teilen uns das Ministerien mit, darum werden die Geräte ja auch gefördert“, sagte Korneder.

Mit 19:1 Stimmen beschloss der Gemeinderat die Bestellung der Geräte namens „Air Cleaner Compact“. Die Anschaffungskosten seien zwar höher als beim Gerät „Mia Air 2“, aber die Folgekosten seien geringer. Bestellt wurde jetzt auch ohne Zusage der Fördermittel, das Kostenrisiko liegt somit bei der Gemeinde. Da die Investitionskosten im Haushalt 2021 nicht angemeldet sind, bedeuten sie eine außerplanmäßige Ausgabe. Die Deckung der Mehrausgaben erfolgt durch die Reduzierung des Digitalisierungsbudgets der Grundschule.

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