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Gute Zusammenarbeit: Insgesamt 43 Einsatzkräfte der Feuerwehren Grasbrunn und Harthausen bekommen am Ende der Aktion ein dickes Dankeschön von Grasbrunns Bürgermeister Klaus Korneder (l.) – und dazu auch eine Einladung zum Essen.

Kaum Spenden: Feuerwehr enttäuscht

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Über Stunden sind Feuerwehr-Mitglieder aus Grasbrunn und Harthausen unterwegs gewesen und haben Christbäume eingesammelt. Eine Aktion, an deren Ende sie nicht wirklich glücklich waren.

Grasbrunn – Wenn Weihnachten und der Dreikönigstag vorüber sind, der Christbaum abgeschmückt und im Haus oder der Wohnung nicht mehr gewünscht ist, dann ist auf die Feuerwehr Verlass. Seit zehn Jahren sammeln die Helfer aus Grasbrunn und Harthausen in ihrer Freizeit die ausgedienten Exemplare ein.

In diesem Jahr waren 43 Feuerwehrleute bei eisigem Wind und drei Grad Außentemperatur unterwegs. Als Selbstverständlichkeit nehme einen Großteil der Bürger diesen Service hin, beklagt die Feuerwehr, die auch die Gerätschaften zum Transport und zur Verarbeitung des Holzes kostenlos zu Verfügung stellte: „Nur wenige Bürger bedachten die Aktion mit einen kleinen Obulus.“ Eine Tatsache, die die Ehrenamtlichen enttäuscht. „Vielleicht“, hoffen sie deshalb, „ändert sich durch Überweisungen der Kontostand in den nächsten Tagen zum Positiven.“

Mit fünf Gespannen, Zugmaschine samt Anhänger brachten die Feuerwehrler die Christbäume zu den Sammelstellen in Grasbrunn und Harthausen. Dort wurden die Bäume gleich gehäckselt. Jedes Gespann fuhr vier Mal die Sammelstellen an. Die Häckselmasse betrug rund 50 Kubikmeter“, berichtet die Feuerwehr. „Nach drei Stunden war die Arbeit beendet und der Hauptanteil der Entsorgung fiel natürlich für die Grasbrunner Feuerwehrdienstleisteten wegen der Einwohnerzahl in Neukeferloh höher aus.“

Die Bäume werden laut Harthausens Kommandant Markus Mende immer schwerer und größer und haben einen dickeren Stamm. Bei manchen Bäumen musste die daher Motorsäge zur Hilfe genommen werden, da die Häcksler der Stammstärke nicht gewachsen waren. Der Grasbrunner Kommandant Hannes Bußjäger, der wegen einer Fortbildung zunächst nicht an der Aktion teilgenommen hatte, kam später dazu. Er trocknet das Häckselgut laut Pressemitteilung auf eigene Kosten, „da es noch 40 bis 50 Prozent Feuchtigkeit enthält und in diesem Zustand für Heizkraftwerke nicht geeignet ist“.

Nach der Sammelaktion bedankte sich Grasbrunns Bürgermeister Klaus Korneder bei allen Helfern und lud sie anschließend zum Essen in die Sportparkgaststätte Grasbrunn ein. Das Häckselgut soll zur umweltfreundlichen Energiegewinnung verwendet werden.

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