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Land unter herrscht am Samstagnachmittag auf der Straße „Am Herrnholz“. Die Feuerwehr Grasbrunn verhindert nach einem Wasserrohrbruch Schlimmeres.

Bereits zweiter Einsatz innerhalb weniger Tage

Nach Rohrbruch: 30 Häuser in Neukeferloh ohne Wasser - Keller drohen voll zulaufen

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Nach einem Wasserrohrbruch am Wochenende in der Straße „Am Herrnholz“ in Grasbrunner Ortsteil Neukeferloh sind rund 30 Wohnhäuser von der Wasserversorgung abgeschnitten - und die Straße ist überflutet.

Neukeferloh – Zwei Wasserrohrbrüche innerhalb weniger Tage haben der Freiwilligen Feuerwehr Grasbrunn im Ortsteil Neukeferloh jede Menge Arbeit beschert. Denn durch die beschädigten Rohre trat jeweils so viel Wasser aus, dass es nicht nur auf hunderte von Metern die Straße überflutete, sondern auch drohte, in Dutzende von Kellern zu laufen. Selbst Kommandant Johannes Bußjäger ist vom Ausmaß der Überschwemmungen überrascht: „Dass so etwas bei uns, in der Münchner Schotterebene vorkommt, habe ich bis dahin nicht für möglich gehalten.“

Selbst Feuerwehr ist vom Ausmaß überrascht

Zum ersten Wasserrohrbruch wurden die Brandhelfer bereits am frühen Dienstagmorgen gerufen. Als die Einsatzkräfte gegen 4.30 Uhr an der Leonhard-Stadler-Straße eintrafen, stand das Wasser laut Bußjäger bis zu 50 Zentimeter hoch auf der Straße – auf einer Länge von rund 300 Metern. „Es lief auch bereits in zahlreiche Grundstücke. Wir konnten aber die Wassermassen stoppen, bevor es zu Gebäudeschäden kam“, erzählt der Kommandant.

32 Mann halfen, das Wasser abzupumpen. Zum Einsatz kam auch das spezielle Hochwasser-Katastrophenschutzfahrzeug des Freistaats Bayern für den Landkreis München, das ausgerechnet bei der Grasbrunner Feuerwehr untergebracht ist. „Wir sind ja keine typische Hochwasser-Gemeinde. Dass wir dieses Fahrzeug erstmals in einem echten Einsatz vor Ort benutzt haben, ist schon irgendwie erstaunlich“, so Bußjäger.

Welche Kraft die ausgetretenen Wassermassen hatten, zeigte sich in der Parkbucht, die direkt über der Hauptwasserleitung lag. „Plötzlich gab der Boden nach, und ein dort parkendes Auto sackte ab.“

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Wasserrohrbruch überflutet ganze Straße - 30 Haushalte ohne Trinkwasser

Noch gravierendere Folgen hatte der Wasserrohrbruch an diesem Wochenende in der Straße „Am Herrnholz“. Auch hier kam es laut Bürgermeister Klaus Korneder zum Wasseraustritt durch einen Schaden an einer alten Hauptwasserleitung. Wie die Polizei mitteilt, stand das Wasser am Samstagnachmittag gegen 16.30 Uhr auf einer Länge von knapp 200 Metern etwa knöcheltief unter Wasser. Auf einer Lange von rund 40 Metern sei das Wasser links und rechts der Fahrbahn regelrecht herausgespritzt, erzählt Bußjäger. Auch hier war das Wasser bereits in Grundstücke gelaufen und drohte in die Keller der Wohnhäuser zu laufen. „Es war richtig eng. Manche Anwohner standen schon mit Schaufeln und Kehrern vor ihren Kellerschächten, um das Wasser abzuhalten“, beschreibt der Kommandant die dramatische Situation.

Auch hier konnten die 35 Einsatzkräfte der Feuerwehr letztlich durch schnelles Abpumpen der Wassermassen das Schlimmste verhindern. Allerdings: Weil Teile der Fahrbahn unterspült worden sind, musste ein Straßenabschnitt gesperrt werden. Außerdem sind rund 30 Anwesen seitdem von der Wasserversorgung abgeschnitten. Die Anwohner werden über Hydranten mit Trinkwasser versorgt.

Am Sonntagnachmittag besuchte Korneder die Baustelle. Da die Leitung wohl erst im Verlauf des Montags repariert werden kann, bot er den Betroffenen an, mobile Duschen bereitzustellen. „Das haben die Anwohner aber dankend abgelehnt“, erzählt er. Dass es im Ort gleich zu zwei Rohrbrüchen innerhalb weniger Tagen gekommen ist, nennt er einen „ungünstigen Zufall“. Die Gemeinde sei permanent daran, das Leitungssystem zu reparieren und zu erneuern. „Aber so etwas kann immer einmal passieren.“

Wassermassen der anderen Art gab‘s am Dienstag - der DWD sprach für mehrere Landkreise eine Warnung aus.

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