Höhe Grasbrunn

Rostbraune, stinkende Flüssigkeit löst Großeinsatz auf der A99 aus

Einen Großeinsatz der Feuerwehr München Land hat eine rostbraune, stinkende Flüssigkeit ausgelöst. Sie tropfte aus zwei italienischen Sattelzügen, die auf der A99 in Richtung Norden unterwegs waren.

Grasbrunn - Ein erschrockener Autofahrer verständigte über Notruf die Polizei. Immerhin waren die beiden Sattelauflieger als Gefahrgutransport gekennzeichnet. Die Einsatzkräfte der Autobahnpolizei Hohenbrunn machten sich auf die Suche nach den beiden Lkw und zogen sie an der Kontrollstelle bei Grasbrunn aus dem Verkehr. Schnell war klar, dass tatsächlich irgendetwas Flüssiges aus den Sattelzügen tropfte – etwas, das zudem auch beißenden Geruch verbreitete. 

Mit dem Verdacht es könnte sich um Gefahrgut handeln, wurde ein Großeinsatz ausgelöst. Neben der Feuerwehr rückte auch der ABC-Zug München Land an. Nach diversen Messungen sowie Ermittlungen der Polizei beim Versender in Bologna und beim Empfänger in Aue/Sachsen gab es dann aber Entwarnung: kein Gefahrgut. Einfach nur dreckiges Wasser. 

Wie die Mitglieder des Gefahrgut-Trupps der Autobahnpolizei Hohenbrunn heraus fanden, transportierten die Sattelzüge alte Katalysatoren. In ihnen schwamm ein wenig Wasser, das ausgetreten war undaus den Lkw tropfte. Der beißende Geruch stammte von ausgespülten Schwefelbestandteilen aus den Katalysatoren. Die beiden italienischen Fahrer hatten nichts bemerkt. Gegen die Versende-Firma wird wegen Verstoßes gegen das Gefahrgutrecht ermittelt. 

Im Einsatz waren neben der Autobahnpolizei Hohenbrunn die Feuerwehren aus Hohenbrunn, Putzbrunn, der ABC-Zug München Land, die Kreisbrandinspektion, die Einsatzunterstütz ungsgruppe des Landkreises München sowie die Autobahnmeisterei Hohenbrunn: insgesamt 60 Helfer. Eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer oder die Bevölkerung bestand nicht, teilt die Polizei mit.

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Rubriklistenbild: © Bodmer

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