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Feuerwehr macht Hoffnung: Die Waldbrunner Straße in Neukeferloh könnte auch dank des dortigen Gerätehauses zur 30er-Zone werden. 

Feuerwehr als Argument

Tempo 30 quer durch die Ortschaften: Grasbrunn will runter vom Gas

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Die Kreisstraße M25 schlängelt sich von Harthausen durch Grasbrunn nach Neukeferloh. Dort soll überall bald eine Begrenzung auf Tempo 30 herrschen.

Grasbrunn – Während der Einweihung des Kreisverkehrs in Neukeferloh äußerte Landrat Christoph Göbel (CSU) gute Chancen für ein Tempolimit auf 30 Stundenkilometer zwischen dem Kreisel und der B 304. Diese Aussage wollen die Freien Wähler nun schriftlich vom Landrat haben – und gleich die gesamte Kreisstraße M 25, die durch die Ortsteile Harthausen, Grasbrunn und Neukeferloh führt, mit einbeziehen.

Bürgermeister Klaus Korneder (SPD) war damals von Göbels Aussage ziemlich überrascht. „Wir haben die Geschwindigkeitsreduzierung mehrfach beantragt, das wurde wegen der Kreisstraße immer abgelehnt.“ Der Landrat hingegen meinte im Oktober, dass eine Feuerwehrausfahrt eine ideale Voraussetzung für eine Tempo-30-Zone sei. „Und so eine Ausfahrt befindet sich eben zwischen dem neuen Kreisel und der B 304. Daher beantragen wir auf der M 25, die in Neukeferloh Waldbrunner Straße heißt, Tempo 30“, begründete Johannes Bußjäger (FW).

Feuerwehr-Ausfahrten in allen drei Ortschaften

Ebenso wolle man natürlich auch die Lebensqualität der Bürger in den anderen Ortsteilen steigern, daher soll die Tempobegrenzung auch in Harthausen auf der Harthauser Straße gelten, denn auch dort befindet sich die Ausfahrt der Freiwilligen Feuerwehr. „Und in Grasbrunn ist die Ausfahrt in der Möschenfelder Straße, zudem folgt kurz danach eine scharfe Kurve, also bietet sich das Tempolimit auch hier geradezu an“, ergänzte Korneder.

Antrag ist abgeschickt

Den schriftlichen Antrag für Neukeferloh habe er bereits ans Landratsamt geschickt, sobald von dort ein positiver Bescheid käme, werde man die Anträge für die anderen beiden Ortsteile stellen. Michael Hagen (CSU) unterstützt die Anträge, „allerdings nützen Geschwindigkeits-Beschränkungen nur dort etwas, wo sie auch kontrolliert werden. Wie wir ja mehrfach gehört haben, ist die Polizei personell so schwach besetzt, dass der Effekt fraglich erscheint.“

Bußjäger konnte es sich nicht verkneifen zu erwähnen, dass seine Fraktion einen Antrag auf Verkehrsüberwachung bereits im Jahr 2012 gestellt hatte, „damals lehnten es alle außer uns mit der Begründung ab, das sei unnötig. Vielleicht haben wir ja jetzt mehr Erfolg.“ Einstimmig beschloss der Gemeinderat, Tempo 30 auf der gesamten M25 durch die Gemeinde anzustreben. 

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